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Die Zwiebel - Ein wesentlicher
Gesundheitsfaktor
Hans Funke, Eichenau
"... Herr, was macht Ihr, Daß Ihr sie so betrübt?
Seht, wie sie weinen. Ich alter Esel roch auch Zwiebeln.
Enobarbus zu Antonius in Shakespeares "Antonius und Kleopatra"
Allium ist der Name des Knoblauches bei den Römern,
während cepa, der schon bei PLINIUS gebräuchliche Name, die Zwiebel bezeichnet. Allium
cepa lautet die botanische Bezeichnung für die Zwiebel.
Die Etymologie des Wortes Allium ist unsicher. Eine Erklärung will es von halium =
das, was stark riecht, ableiten. Das Wort Zwiebel leitet sich ab vom lateinischen caepula
(Diminutiv von cepa), das sich bereits im Althochdeutschen als zwibollo, zwivolle findet.
Wie aus dem mittelhochdeutschen zwibolle deutlich ersichtlich, ist der zweite Teil des
Wortes an Bolle (eigentlich Knolle), die deutsche Bezeichnung für die Zwiebel, angelehnt.
Volkstümliche Bezeichnungen
Bôlle (Aargau), Bülle, Bölle, Bülla. Das
schriftdeutsche Wort Zwiebel lautet (im Niederdeutschen) Zippel, Zipple (Ostpreußen),
Sipel (Westfalen), Zipolle (Braunschweig); in..Thüringen Zibbel, im
Bayerisch-Osterreichischen Zwifel, Zwifle, in der Schweiz Zibele, Zible. Die Bezeichnungen
Oje, Oeje (Ostfriesland), Oellig (Eifel) sind auf das lateinische unio = Zwiebel
zurückzuführen.
In Posen sagte man: Am Johannisabend schneiden die Mädchen in einem Gemüsegarten
Zwiebeistangen in gleicher Höhe ab. Das Mädchen, dessen Schaft am nächsten Morgen am
weitesten emporgeschossen ist, wird in dem Jahr das meiste Glück haben.
Wie wichtig man die Zwiebel für die Verdauung hielt, beweist folgendes in Keilschrift
erhaltene Sprichwort: "Verzehre ich zur Jahreszeit des Windes (die auf die
Zwiebelernte folgt) die Zwiebeln, so leide ich (erst) zur (darauffolgenden) Jahreszeit des
Regens an Leibschmerzen."
Volkstümlich hat sich die Zwiebel in den Gebräuchen seit Jahrhunderten eingebürgert.
Davon zeugt der uralte Brauch des "Zwiebelorakels", um die Witterung des
kommenden Jahres zu ergründen. Er ist nicht nur in Bayern, sondern im ganzen
germanischen, romanischen und slawischen Sprachgebiet anzutreffen.
"Die Hausmutter schneidet in der Christnacht eine Zwiebel entzwei und löst aus
jeder Hälfte je sechs Schalen - innen angefangen - sorgfältig ab, stellt sie alle der
Reihe nach auf ein Brettchen, wobei jede Schale je einen Monat bedeutet. Nun bringt man
auf jede Schale ein kleines Häufchen Salz - am besten geweihtes Hell.-Dreikönigs-Salz.
Je nachdem bis zum nächsten Morgen das Salz zergangen (gelöst) ist, wird der betreffende
Monat naß oder trocken sein." So, wie REISER in "Sagen des Allgäus"
(1875) den Brauch aus dem Allgäu schildert, so findet man ihn auch in vielen anderen
Gegenden. Das Feucht werden der mit Salz bestreuten Zwiebelschalen bei längerem Liegen
ist vom pflanzenphysiologischen Standpunkt aus leicht zu erklären; infolge der außen
befindlichen starken Salzlösung diffundiert das Zellwasser nach außen (Osmose). Es ist
dieselbe Erscheinung, die wir an den mit Salz bestreuten Rettichscheiben beobachten
können. Die Menge des nach außen diffundierenden Wassers ist hauptsächlich vom
Austrocknungszustand der Zwiebeischalen, sowie von der Menge und Beschaffenheit des Salzes
abhängig.
Die Zwiebel im Volkstum
Um sich vor der Viehseuche ein ganzes Jahr lang
zu schützen, nimmt man in Mockersdorf (Bez. A. Kemnath) eine Zwiebel sowie einen neuen
Spiegel und hängt beides in der zwölften Stunde der Christnacht im Stalle auf.
Daß die Zwiebeln an Johanni geknickt werden müssen, damit sie nicht aufschießen, ist
eine weitverbreitete Meinung.
Im Allgäu heißen die an Maria Himmelfahrt (15. August) geweihten Kräuterbüschel
"Sangen" oder "Zangen", aus d'Sangen entstanden. Als
"Zangenkräuter" gelten dort merkwürdigerweise außer vielen anderen Kräutern
auch gelbe Rüben, Rettich, Kohlrabi, Zwiebeln und Knoblauch (Markt Oberstdorf).
Das Zeichen des Schützen eignet sich nicht für das Stecken von Zwiebeln, weil diese
sonst "schießen" (in die Höhe wachsen). Für mich wären die Monate
Dezember/Januar ohnehin dafür zu früh.
Zwiebeln dürfen nicht im "Unterganganda Man" (= abnehmenden Mond) gesteckt
werden, weil sie sonst "nach oben" schießen, d.h. aus der Erde hervordringen
(Kempten).
Der Vollmond zieht die frisch gesteckten Zwiebeln aus dem Boden, meint man in der
Ingolstädter Gegend.
"Benedikt (21, März) macht d'Zwiebeln dick!" lautet ein alter Bauernspruch.
Sonderbare Bräuche sind mit den Zwiebeln verbunden. So glaubt man an verschiedenen
Orten Unterfrankens: "Beim Zwiebelsetzen oder -stecken soll man ärgerlich
sein". Das gilt übrigens auch von der Petersilie. "Deshalb nehmen manche
Mütter ihre, Kinder mit in den Garten und tragen ihnen auf, sie heftig zu ärgern."
(Klingenberg am Main).
Zwiebeln werden häufig an der Stalldecke aufgehängt, weil sie die Kraft besitzen
sollen "ansteckende Krankheiten vom Vieh abzuhalten. Sie sollen also gleichsam den
Krankheitsstoff in sich aufnehmen.
Gesottene Zwiebeln werden bei Ausbruch der Maulseuche als desinfizierendes Mittel dem
Vieh gereicht.
In früheren Zeiten wurden auch zu Pestzeiten in den Zimmern zur Reinigung der Luft
zerschnittene Zwiebeln aufgehängt. Diese sollten das Pestgift aufsaugen (Amberg).
Und, zum Schluß noch eine Sage aus dem Altbayerischen. Man versuchte einmal, ein
Waldweibchen zu fangen. Waldweibchen - das waren jene geheimnisvollen Wesen, die so viel
über die Kräuter und ihre Wirkkräfte wußten. - Das von Furcht befallene Männchen
rief, seinem - Weibchen noch zu: "Sarerl, wenn'st alles sagst, so sag fei das net,
wofür Roßhaar und Zwiebelschalen gut sind." Das Weibchen verriet auch tatsächlich
keine Silbe, und so wissen wir es bis heute noch nicht.
Geschichtliches über die Zwiebel
Verschiedene Anhaltspunkte sprechen dafür, daß
Zwiebeln und Knoblauch ursprünglich in den Steppen Innerasiens beheimatet gewesen sind
und daß beide schon in sehr früher Zeit ihren Weg nach Vorderasien und Ägypten genommen
haben. Darstellungen an den Wänden von Tempeln und Grabkammern der alten Ägypter zeugen
für die damalige hochentwickelte Kultur der Zwiebel, die, von den Priestern als heilig
erklärt, zu den gebräuchlichsten Opfergaben zählte.
Aus der ursprünglich scharf und wenig einladend schmeckenden Zwiebel entwickelten sich
nach und nach bei der Kultur süß und milde schmeckende Abarten. die auch ein erstaunlich
großes Gewicht erreichten. Sie bildeten eine wichtige Rolle als Volksnahrungsmittel bei
den Mittelmeervölkern des Altertums.
Von den Ägyptern haben die Juden anläßlich der "Ägyptischen Knechtschaft"
den Zwiebel- und Knoblauchgenuß übernommen, wenn sie ihn nicht schon längst vorher
gekannt haben. Im Buche MOSES IV/Kap. XI/5 lesen wir: "Wir gedenken der Fische, die
wir in Agypten umsonst aßen, der Melonen, des Lauches, der Zwiebeln und des
Knoblauches."
THEOPHRAST von Ephesos, der Schüler des Aristoteles, unterscheidet nach Herkunft
sardinische, knidische, samathrateische, setanische, spaltbare und askalonische Zwiebeln.
DIOSKURIDES empfahl die Zwiebel, die er "krommynon" nannte, als
appetitanregendes, reinigendes, erweichendes und menstruationsförderndes Mittel. Ferner
sei der Saft der Zwiebel gut gegen Augenleiden, Schwerhörigkeit und schlechten Haarwuchs.
PLINIUS widmet ihr längere Ausführungen. Von HIPPOKRATES und von PARACELSUS wird die
Zwiebel immer wieder erwähnt.
Der Schweizer Arzt und Gelehrte Dr. A. von HALLER (1755) rühmt die Zwiebel als
schweiß-, harn- und blähungstreibend, schleimlösend, Steine und Würmer austreibend und
emmenagog, zum äußerlichen Gebrauch gegen Anurie (Fehlen der Harnabsonderung) und zum
Öffnen von Geschwüren.
Der Leibarzt Kaiser Ferdinands I., P.A.
Matthiolus über die "Krafft vnd Würckung" der gemeinsamen Zwiebel lesen
wir bei P. A. MATTHIOLUS ("New Kreuterbuch" 1563): u.a. "...Zwiebeln
gessen/erreitzen die begird zur speiss/ machen bläste/bringen durst/reinigen/lindern den
stuhlgang/entzünden die unkeusch lust. In den krankheiten gessen/ob sie gleich wol
gesotten waren/bringen sie mit sich ein groben sorglichen schlaff. Zwiebeln wol
gesotten/vnd gessen/öffnen das verstopfen des harns. Welchen menschen schwer und eng vmb
die brust ist/das er nicht wol atmen kann/der brate Zwiebeln auff einer glut/esse abends
vnd morgens darvuon/ es hilfft den wust auswerffen/ vnd macht lufftig vmb die brust. Rohe
Zwiebeln in frisch brunnenwasser vber nacht gelassen/gemelt wasser treibt vnd todtet die
spulwürmer der kinder gewaltig. Zwiebelsaft mit wein getruncken/fürdert die frawen an
jrer zeit. Der safft auss Zwiebeln und Fenchel gepresst/vnd getruncken an jrer zeit. Der
safft auss Zwiebeln und Fenchel gepresst/vnd getruncken/hilfft denen wunderbarlich zu der
wassersucht geschickt sind."
All diesen Ausführungen begegnen wir in unseren volkstümlichen Anwendungen der
Zwiebel.
Es gibt nur wenige Hausmittel, die sich einer solchen Beliebtheit und ausgedehnten
Anwendung beim Volke erfreuen wie die Zwiebel.
Wenn wir als Kinder erkältet waren, gab es Zwiebelsaft mit Honig. Das half bestimmt.
Bei Würmern ganz gleich ob es Spul- oder Madenwürmer waren, wurde als erstes ein
Einlauf mit lauwarmem Wasser und Zwiebelsaft gemacht. Gegen Husten und Heiserkeit gab's
Zwiebelbonbons. Sie gibt es noch heute auf den Dulten und den süddeutschen
Christkindlmärkten.
Daß die nur aus Wasser, in Butter gedünsteten Zwiebeln und ein wenig Salz bereitete
Zwiebelsuppe, die man besonders in Süddeutschland kennt - und die ich nur jedem empfehlen
kann - nicht nur ein schmackhaftes Essen, sondern auch sonst gesundheitlich sehr wertvoll
ist, erfuhr ich erst viel später. Sie ist nicht nur Krankenkost schlechthin bei Grippe
und Erkältungskrankheiten. Man empfiehlt sie
vor allem bei allgemeiner Unpäßlichkeit und bei Magen- und Darmbeschwerden.
In den volkstümlichen Kräuterbüchern (DINAND
"HANDBUCH der Pflanzenheilkunde") wird die Zwiebel als nervenstärkend,
ausscheidend, harntreibend, blutverbessernd, schleimlösend, appetitanregend,
verdauungsfördernd und windtreibend bezeichnet. DINAND nennt folgende Indikationen:
Asthma, Brustverklemmung, Engbrüstigkeit, Bronchialkatarrh, Brustverschleimung,
Brustfellentzündung, Heiserkeit, Husten, Keuchhusten, Halskrankheiten, Blutspeien,
Schwindsucht, Magen- und Darmleiden, Kolik, Krämpfe als Folge von Blähungen,
Verstopfung, Würmer, Säfteverderbnis, Blutentmischung, Unterleibsstockungen,
Wassersucht, Zuckerkrankheit, Gicht, Rheumatismus, Skorbut und Wechselfieber.
Gebratene oder zerquetschte und mit Wasser zu einem
Brei ausgedrückte und angerührte rohe Zwiebeln dienen als hautreizendes Mittel zu
Auflagen bei verhärteten Drüsen, Geschwülsten, Abszessen, fauligen Geschwüren,
Verbrennungen, erfrorenen Gliedern, Frostbeulen, Hühneraugen, Insektenstichen,
Ohrenschmerzen. Schon 1534 wurde in Rußland der Großfürst Wassili lwanowitsch, der an
einem Geschwür in der Schenkelbeuge litt, mit gebackenen Zwiebeln behandelt, welche auf
das Geschwür gelegt wurden, um die Eiterung resp. den Aufbruch desselben zu
beschleunigen. Seitdem hat sich die Zwiebel in Rußland als Volksheilmittel eingebürgert.
Phytonzide in Zwiebeln und Knoblauch
Bekannt sind die Wirkungen der Phytonzide nach
dem russischen Forscher und Biologen Prof. B. TOKIN (1975): "Wird eine Speisezwiebel
zu Brei zerrieben und diese Masse in eine verschlossene Petrischale getan, so werden
innerhalb von 5 Minuten sämtliche Protozoen (Urtiere), die der Wirkung der austretenden
Phytonzide ausgesetzt sind, abgetötet." ... "Der Knoblauch hat eine
ungewöhnlich starke Dauerwirkung. Der frische Knoblauchbrei tötet Infusorien in knapp 10
Minuten. Aber noch nach 80 Stunden, offen der Luft ausgesetzt, sind die austretenden
Phytonzide so stark, daß die Infusorien in 12 bis 15 Minuten absterben. Man schloß aus
Hunderten von Serienversuchen, daß in der Knoblauchmasse über lange Zeit chemische
Prozesse ablaufen, die immer neue Mengen von Phytonziden absondern."
Botanik und Sortenvielfalt
Als Wildpflanze finden wir die Küchen- oder
Speisezwiebel (Allium Cepa) in Westasien, Belutschistan, Afghanistan und Turkestan.
Nach ihrer Herkunft ist sie eine typische Steppenpflanze,
die infolge ihrer morphologischen Eigenschaften einen Wechsel zwischen Regen- und
Dürreperioden wohl auszuhalten vermag.
Die Küchenzwiebel gehört innerhalb der Klasse der
Monocodyledonen (Einkeimblättrigen) zur großen Familie der Liliaceen, der
Liliengewächse. Ihre kleinen Samen enthalten ein Nährgewebe. Die Keimung erfolgt
epigäisch. Als ausdauernder Geophyt, der allerdings zweijährig kultiviert wird, bildet
die Pflanze im ersten Jahr nur die Zwiebel und röhrige Laubblätter. Im zweiten Jahr
entsteht dann ein aufgeblasener Schaft, der den trugdoldigen Blütenstand trägt. Die
Blütezeit fällt in die Sommermonate - Juni bis August -. Die eigentliche Zwiebel ist
entweder plattgedrückt oder länglich oder rund und mit teils rotgelben Häuten
umschlossen (sieben Häute). Ihr hohler, wie die Laubblätter blaugrüner Stengel trägt
eine große Scheindolde mit grünlich-weißen Blüten. Die inneren Staubfäden sind am
Grunde verbreitert und weisen auf beiden Seiten je einen kurzen Zahn auf.
Inhalts- und Wirkstoffe der Zwiebel
Wohl jeder ist schon einmal durch die Zwiebel zu
Tränen gerührt worden. Hervorgerufen wird dieser scharf durchdringende Geruch und der
würzige Geschmack durch schwefelhaltige ätherische Öle (Allylprophyldisulfid). Die
Wirkstoffe der Küchenzwiebel gleichen in etwa denen des Knoblauches. Es sind dies vor
allem S-Methyl- und S-Propylcystein-Sulfoxyd, also jene Muttersubstanzen, aus denen sich
das Allicin bildet, sowie das Cycloalliin.
Die baktericide Wirkung des Zwiebelsaftes wurde schon vielfach untersucht. Ich verweise
in diesem Zusammenhang auf die angeführten Versuche von Prof. B. TOKIN. CUBONI und
MORIONDI haben sie ebenfalls am Meerschweinchentest nachgewiesen und dabei - in Dosen von
0,1 ccm subkutan injiziert - die Ausdehnung tuberkulöser Herde unterbinden können.
Die Inhaltsstoffe der Küchenzwiebel wurden nach BERG 1978 (Dr. Oetker
"Lexikon" 1977, HERRMANN 1972, SOUCI BOSCH 1978) wie folgt angegeben: (Die Werte
beziehen sich auf 100 g eßbare Zwiebeln.).
| Inhaltstoffe |
reif |
getrocknet |
| Wasser |
83-89 g |
4 g |
| Eiweiße |
1,2 - 1,5 g |
8,7 g |
| Fette |
0,1 -0,3 g |
1,3 g |
| Kohlenhydrate |
9,5 - 9,6 g |
| Rohfaser |
0,8 g |
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| Mineralstoffe |
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| insgesamt |
0,6 g |
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| Natrium |
9 - 10 mg |
88 mg |
| Kalium |
130-170 mg |
1380 mg |
| Calcium |
27-30 mg |
166 mg |
| Magnesium |
8 mg |
106 mg |
| Eisen |
0,5 mg |
3,1 mg |
| Mangan |
0,36 mg |
0,52-1 mg |
| Kupfer |
0,13 mg |
|
| Zink |
0,09 mg |
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| Phosphor |
36-40 mg |
273 mg |
| Schwefel |
51 mg |
|
| Oxalsäure |
5,3-57 mg |
|
| Vitamin A |
Spuren |
|
| Vitamin B1
(Thiamin) |
3 mg |
25 mg |
| Vitamin B2
(Riboflavin) |
3 - 4 mg |
18 mg |
| Niacin (Nikotinsäure) |
20 mg |
140 mg |
| Folsäure |
15 mg |
|
| Pantothensäure |
17 mg |
|
| Vitamin B6 |
10 mg |
|
| Vitamin C
(Ascorbinsäure) |
5 - 10 mg |
35 mg |
| Vitamin E (Tocopherol) |
26 mg |
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Die Anwendung - heute
(Über die Anwendung siehe auch Hans Funke
"Die Welt der Heilpflanzen", Seiten 95, 135, 136, 137, 138, 149-151, 196).
Sebastian Kneipp
bezeichnet zerschnittene und in Milch gekochte
Zwiebeln als ein herrliches Mittel gegen Bauchgrimmen, Magendrücken und
Unterleibsschmerzen. Mit Honig gekochte Zwiebeln werden von ihm gegen Beschwerden beim
Wasserlassen empfohlen. Letzteres habe ich selbst schon oft festgestellt.
Der uralte Brauch, frisch gequetschte Zwiebeln bei
krampfhafter Urinverhaltung auf die Blasengegend und auf den Damm aufzulegen, wobei sie
auffallend gut wirken sollen, findet neben dem Franzosen H. LECLERC auch bei H. SCHULZ
Erwähnung. Nach W. BOHN wirkt Zwiebelsaft auf die Nieren ein. Er fördert die
Ausscheidung von Nierengrieß und löst kleine Nierensteine auf. Die bekannte beruhigende
Wirkung des Zwiebelsaftes bei
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rung, Tränenfluß, Kehlkopfkitzel und Rauhheit bis zur Aphonie (Tonlosigkeit). Larynx
(Kehlkopf) sehr wund. Übelkeit, Aufstoßen, starke Blähungen.
Zwiebeln bei Wassersucht:
600g rohe Zwiebeln werden zu Mus zerkleinert,
durch ein Sieb geschlagen, mit 100g Honig und 600g Weißwein zu einer gleichmäßigen
Flüssigkeit verarbeitet. Davon nimmt man täglich 100 - 200g Eßlöffelweise ein. Wer es
verträgt, kann noch besser 30-60g Zwiebeln frisch verspeisen oder - wie KNEIPP es
empfiehlt, Zwiebeln mit Honig kochen und in dieser Form essen.
Und zum Schluß - kennen sie Zwiebelsalat?
Er wird ganz einfach aus feingehackten Zwiebeln
mit Zitrone, Essig und Öl zubereitet. Wer ihn ganz raffiniert anrichten will, der füge
noch einen Schuß Knoblauch hinzu.
Den Salat kann man so und aufs Butterbrot essen.
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