"Ich habe einen Pilz", so
kommen schon sehr junge Frauen in die Ordination des Frauenarztes;
"das juckt und brennt, nicht zum Aushalten ist das". Damit
haben sie meist schon alles gesagt. Vielleicht noch ein bißchen
Feuchtigkeit, Ausfluß, zuweilen Harnbrennen. Den Rest muß man
erfragen, so man's nicht sieht: Die knappe Hose, die enge
Unterkleidung aus nicht atmendem Kunststoff, die Einschnürung an
Bauch und Oberschenkel, nicht nur bei Übergewichtigen: die wärmste Körperstelle
im Schamdreieck "steht in Flammen" und ist geschwollen - was
die Kleidungsreibung erhöht.
Und so man's nicht riecht: es wird geraucht. Oder der Muttermund,
diese krebsgefährdete Stelle, signalisiert düstere Röte, fast bläuliche
Stauung: ob von der "Pille"? Oder der Darmträgheit? Wie oft
von beidem!
Häufig ist die Plage nicht neu, sondern schon wiederholt rückfällig
"trotz bester Behandlung". Verlohnt nicht zu fragen, worin
sie bestand, die "wissenschaftlich fundierte Therapie":
selbstredend aus synthetisierten Chemikalien. Im landläufigen
Kassenbetrieb erhielt man sündhaft teuer gebündelte
Nebenwirkungspackungen zum Einführen, Einnehmen, Einreiben, für den
Partner gleich mit - und fand sich mit dem Rückfall brav wieder ein.
So werden täglich zahlreich "Scheine gemacht",
Krankenscheine für Scheinheilung. Doch in der gehobenen Ordination
beim Geheimrat war's nicht besser, derart "fortschrittlich"
ist nun schon solcherlei "Wissenschaft".
Die Hörersprechstunde eines Radiosenders klärte mich auf.
Blitzgescheite Fragen einer gut beschlagenen Redakteuse - war sie
nicht selbst befallen? Gleichwürdige Antworten vom Fachmann. Ja, ob
die Damen das denn nicht leidig seien? Gewiß, schon, aber es gäbe ja
nichts anderes.
Nun kann man statt des Rundfunks das Denken einschalten, soweit gebührenfrei.
Es geht ja auch hier alles. mit rechten Dingen zu. Wieso fühlen sich
Hefepilze auf dieser Schleimhaut so gut versorgt und wohl? Ja, weil
sie hier bestens verpflegt werden, ganz automatisch, vierundzwanzig
Stunden am Tag. Woher? Aus den Schleimdrüsen der Schleimhaut dieser Körperhöhle.
Wieso?
Ja, weil dieser Körper sein Blut und seine Lymphe, seine Körpersäfte
insgesamt entlasten muß, um nicht schwerere, innere, chronische
Leiden zu entwickeln; befreien muß von Ballast, Chemismus,
Schadstoff, Abfall, daran er überquillt. Man sagt ja treffend
Absonderung, Ausscheidung. So freilich überdüngt er ideales
Zuzugsland für Pilze, Parasiten, Saprophyten vieler Arten; durch
solches Mastfutter werden sie geradezu hereingelockt.
Weshalb aber Entlastung so und nicht mit der Hauptmüllabfuhr über
den Darm? Ja, weil er bereits gestaut, überladen, verstopft ist:
"einmal täglich" ist eben kärglicher als drei und mehr
Mahlzeiten entspricht: Rhythmusverzug. Ja, und wieso nicht über die
Nieren? Weil die schon überfordert sind: gehen doch vierzig Prozent
jeden Herzschlages "erst mal" zu den Nieren. Weshalb aber
nicht über die Atmung als Kohlendioxyd? Weil geraucht wird. Ja, tritt
dann nicht die Haut stellvertretend ein? Sie ist bereits überfrachtet,
ersichtlich, ruchbar.
Woher nun diese "Altlasten"-Schwemme? Blicken wir in den
Wald: Der "hohe Kniebruch" wird zur Norm. Der Ätherleib der
Erde, ihre rhythmische Lebensatmosphäre ist als ganze krank bis zum
Ozonloch hinauf. Ja, geht das den Menschen weniger an? Und im
Verkehrsstau? In den Großstadtschluchten? Im Schallaquarium
"Disco"? Im Warenhaus? Im trauten Heim bei Mief von Wein und
Bier und Schnaps hinter bestens abgedichteten Fenstern der
Klima(!)anlage?
Kein Körper kann das alles "wegstecken", speichern,
verdrängen - wohin eigentlich? -, schon gar nicht synthetisierte
Chemikalien. Damit verfilzt, blockiert, lähmt er mehr und mehr
Lebensregsamkeit und -kraft; seine eigentliche, eigene. Nur Loswerden,
Ausscheiden kann ihn lebenstüchtig erhalten und gesund. Zumal er ja
unablässig selbst "sein Blut in Wallung" versetzt,
Emotionen erregt (von Lat. ex-movere, herausbewegen) und dadurch
verstimmt.
Werden jetzt aber Ursprung und Folgen verwechselt, wie so häufig,
werden fälschlich äußere, fremde "Erreger bekämpft", gar
durch synthetisierte Chemikalien, so wird nachhaltig zuerst deren Trägerin,
Wirtin, beschädigt, geschwächt. Erdenklich, wieso.
Das kompliziertere Lebewesen ist allemal empfindlicher, störanfälliger
als das urtümlichere, primitivere. Der Wirt, die Patientin, Wird so
durch ärztliche "Kunst und Wissenschaft" zum Anbieter für
weitere, allenfalls andersartige Schmarotzer degradiert. Nur durch
Steigerung der menschlichen Abwehrkraft, seines Immunsystems, kann er
sie so erstarken, daß fälschlich sogenannte "Erreger"
keinen Ansatzpunkt mehr finden, sondern zur Wirkungslosigkeit zurückfallen.
Was also kann geschehen mit solcher
"fremdverwirklichten", daher kranken Frau gleich jetzt und
hier? Zwei Schienen sind bewährt, die verläßlich helfen, ohne zu
schaden:
- Örtliche Feuerwehr durch den Arzt,
- Selbstverwirklichung dieser Patientin von innen heraus:
leiblich, funktionell und seelisch durch geistige Entfaltung,
durch Einsicht, die dann auch realisiert wird.
(1) Lokaltherapie richtet freilich dort wenig aus, "wo man's
spürt", im äußeren Bereich. Vielmehr sind die Fäden innen
verwirrt, die Schienen verklebt, die Weichen verstellt. Dort müssen
sie berichtigt werden. Das gelingt zunächst prompt in der übergeordneten
Körperhöhle. Sie wird mit dem Spekulum entfaltet, gedehnt. Denn
eingerichtet auf Kindskopfgröße, lebt sie normalerweise - außerhalb
der Gebärphase – "viel-fältig zusammengelegt". Auf die
"Entrümpelung" der so entstandenen Nischen und Falten kommt
es entscheidend an. Leider ist das nicht selbst durchführbar, allein
und eigenhändig. Der Tupfer des Arztes, ein Stückchen Zellstoff bewältigt
das prompt.
Im Nu ist dann auch das "Gurgeln" erledigt, wie man es für
die Mundhöhle spielend selbst vermag. Die gereizte Schleimhautoberfläche
- Happeningfeld für Pilze und sonstige Zuwanderer - wird durch natürliche
Milchsäure entsprechender Verdünnung erfrischt. Hernach wird als
Arzneiträger ein Watte-Tampon eingebracht, der nach einigen Stunden
selbst zu entfernen ist. Bewährt haben sich dafür vertraute
Heilmittel aus der Homöopathie wie Calendula, Arnica, Echinacea und
ähnliche.
Außerlich wird eine bekannte Brandsalbe aufgetragen, spurweise,
wie man sie für landläufige Alltagsverbrennungen zur Hand hat. Deren
pflanzliche Bildekräfte lindern sofort auch diesen "Brand".
Selbst auftragen - in winzigen Mengen - dort und dann, wo und wenn
noch etwas von Reizung zu spüren ist.
Diese verfliegen schleunigst bei zwei Eigenmaßnahmen, die zu Punkt
(2) überleiten: Selbstverwirklichung.
Tragende Heilanwendung ist das Reibesitzbad (vgl. "rr"
XII/92): ein souveränes Naturheilmittel, das kaum zu überbieten,
noch zu ersetzen ist. Wer "billiger davonkommen" will, zahlt
auf Dauer mehr Aufwand für weniger Nutzen.
Wichtigste Kleidungshygiene: frische Luft. Mehr Luftumwälzung an
die wärmste Stelle des Körpers heranbringen. Oft empfahl sich altägyptische
Kleidung für zu Haus: leichtes Frottiertuch um Leib und Lenden, per Wäscheklammer,
und nichts darunter.
Was können wir von "so etwas" insgesamt lernen? Erstens,
daß synthetisierte Chemikalien - ob sie nun "Heilmittel"
heißen oder wie sonst uns immer schädigen oder doch belasten und
schwächen, auch wenn wir das selber nicht so prompt merken, wie
oftmals am Signal "Damenpilz" abzulesen ist; selbstredend
auch dann, wenn wir die wirksamen Zusammenhänge nicht vor Augen haben
oder nicht wahrhaben wollen.
Zweitens, daß Heilmaßnahmen und -mittel uns stets helfen können
wie seit Jahrtausenden, zudem ohne "unerwünschte
Nebenwirkungen" - so lange wir dafür (?) bezahlte Staatsdiener
daran hindern, dieselben unter scheinwissenschaftlichen Begründungen
vom Markt zu nehmen.
Vor allem kann daran zum "Aha-Erlebnis" werden, wie
entscheidend, wie weittragend und wie wir selber das Steuer in der
Hand haben für die Qualität unserer Gesundheitsabläufe. Wir müssen
uns nur dergleichen immer erneut ins Bewußtsein rücken - wie wir ja
auch unablässig erneut essen, trinken, atmen müssen:
a: Wer sich selber schädigt, kann sich nur eingeschränkt nützen.
Fort also mit Zigaretten, Alkohol und Chemikalien; von sonstigen Süchten
ganz zu schweigen.
b: Der Qualitäts-Pegel unserer inneren Beschaffenheit - unsere Körpersäfte
Blut, Lymphe, Körpergrundflüssigkeit - entscheidet ausschlaggebend
darüber, wie gesund wir sind und uns fühlen. Daran hängt es, ob wir
"angesteckt" werden oder immun bleiben, nicht an dreizehn
oder sechsundsechzig Pilzen, Bakterien, Viren, Saprophyten oder was
man sich sonst noch "im Schwimmbad holt" - oder beim
Partner?
c: Falls ich doch einmal "dran glauben muß", hängt der
Krankheitsverlauf abermals weitestgehend daran, wie ich mit mir
umgehe, beziehungsweise therapeutisch umgehen lasse. Das magische Wort
"es muß sein", was eben der jeweilige Experte gerade
vorhat, charakterisiert meist nur dessen Geschick, womit er seine
schnellste Mark macht. Heilung erlangen wir aus der Ursprungswelt, aus
der unsere Heilmittel stammen und unser eigenes Werden.
d: Am nächsten komme ich mir selber dort, wo ich meinen
"Stimmungen" nachhänge und hingegeben bin. Oder wo ich eben
andererseits dafür sorge, daß der "Bruder Innerlich" in
die Hand genommen wird von meinen Vor-Stellungen. Diese meine Bewußtseins-Bildungen
prägen meine WIRK-lichkeit; stimmen sie zusammen mit der kosmischen
Realität?
e: Unmittelbar und ganz direkt studiere ich diese WIRK-lichkeit -
die ganze und meine eigene - an dem WAS ich esse, WANN ich esse und
WIE ich esse. Daran nämlich, wie mein Organismus in seinen
Funktionen, in seinen Rhythmen darauf reagiert. Denn meine Lymphorgane
als Träger meiner Immunität und Abwehrkraft wohnen zu 87% in den
Schleimhäuten von Hals und Darm, als Mandeln und Blinddarm am
bekanntesten geworden. Diese prägen Atemluft und Trank und
Lebensmittel dort, wo sie zum Ich-Stoff werden sollen oder nicht
werden: im Grenzbereich zwischen Schleimhaut und Blut.