Exporo – Das Unternehmen im Test

Das Unternehmen

Die Finanzierung von Immobilien geschieht immer häufiger über Crowdinvesting anstatt Immobilienfonds, so können auch kleine Privatanleger davon profitieren. Der 34-Jährige Björn Marondeer hat sich genau diese Entwicklung zu Nutze gemacht. Er ist Gründer von dem Fin-Tech-Unternehmen Exporo, eine Internetplattform, bei der Kunden auch aus privatem Interesse bereits ab Beträgen im Wert von 500€ in Immobilien investieren können. Die Zinsen sind niedrig, aber bislang konnte eben nicht jeder eine Beteiligung an lukrativen Gebäuden bezahlen. Der Clou bei Exporo und anderen ähnlichen Firmen: Projekte wie eben angesprochenes werden von einer Vielzahl an kleinen Geldgebern, sozusagen einer Crowd, finanziert. Über die Plattform wird der Kontakt hergestellt zwischen den Geldgebern. Ob das Konzept aufgeht, wollten wir testen.

Das Angebot

Exporo bietet die Finanzierung von Immobilien an mit folgenden Leistungen:

  1. Gemeinsam investieren
  2. Kostenlose Anmeldung
  3. Direkt anlegen
  4. Schon ab 500€ beteiligen
  5. Transparenten Zugang zu Projektträgern, Lage, Laufzeiten und Zinsen.

Das Konzept

Der Schlüsselbegriff zum Konzept von Exporo nennt sich: Crowdinvesting. Diese Art macht es auch für Privatleute möglich von interessanten Bauplänen Profit schlagen zu können und das mit kleineren Beträgen, die eingezahlt werden. Bislang war das nur für institutionelle Investoren möglich. Was ist nun die Aufgabe von Exporo? Das Fin-Tech Unternehmen will die Verbindung schaffen zwischen einzelnen Kapitalgebern, damit die Organisation der Finanzierung eines Projekts über die Crowd organisiert werden kann. Der Begriff „crowd“ meint damit die Menge der einzelnen Geldgeber, die sich zusammen tun. Exporo bedient sich hier an einem Trend, der millionenfache Geldbeträge frei setzt. Bei den Begriffen muss man allerdings unterscheiden. Es gibt das Crowdfunding, bei dem die Geldgeber eher als Spender fungieren und oft nur einen symbolischen Gegenwert erhalten statt Barausbezahlung. Das Crowdlending hingegen beschreibt den Vorgang, wenn  Anleger af die herkömmliche Art Fremdkapital zur Verfügung stellen. Im Falle von Exporo handelt es sich eben um den letzten der drei Begriffe, das Crowdinvesting, bei der die Kleinanleger über Exporo  Darlehen verteilen, die sie später mit Gewinnbeteiligung oder Zinsen zurückbekommen – wenn alles läuft wie geplant. Die Firma wirbt damit, dass Kunden bereits ab kleineren Geldbeträgen profitieren können und, dass sie darüber hinaus mehr Transparenz erwartet, denn man kenne die Projekte. Wenn die Laufzeit zu Ende ist, bekommen die Kunden ihr investiertes Kapital sowie die attraktiven Zinsen über den Treuhändler ausbezahlt.  Allerdings muss man beachten, dass auch beim Crowdinvesting von Exporo die Geldgeber weder einen Eintrag im Grundbuch noch jegliche Entscheidungsgewalt über eine Immobilie, in die sie finanziell investieren, bekommen. Hier erfolgt die Bezahlung am Schluss durch das Nachrangdarlehen. Dadurch können Immobilienobjekte finanziert werden, die im Bereich Neubau oder Bestand aktiv sind. Das Konzept von Exporo klingt zeitgenössisch, innovativ und interessant. Nun wird sich zeigen, wie das Investieren abläuft.

Der Ablauf im Test

Laut Exporo brauchen Kunden nicht viel Mühe aufwenden, um sich als Geldgeber zu beteiligen. Einzig und allein eine kostenlose Registrierung ist die Bedingung. Nun kann das Wunschprojekt ausgesucht werden. Hier werden den Kunden zusätzlich anhand von Videos und ausführlichen Erklärungen  Informationen geboten, die Transparenz schaffen.  Lage, Träger des Projekts  sowie Laufzeit und Zinsen, alle Informationen sind sofort ersichtlich und verständlich aufbereitet. Wir finden, dass es dadurch wesentlich leichtert fällt, sich für das passende Projekt zu entscheiden. Wie in der Werbung versprochen hält sich Exporo an seine Leitsatz, man könne schon ab 500€ investieren und so nehmen wir auch in unserem Test die möglichst niedrigste Summe. Nach dem Ende der Laufzeit wird dann über einen Treuhändler das investierte Kapital, plus die attraktiven Zinsen ausbezahlt. Wenn man die Projekte zum Laufen gebracht hat mit seinem Anteil, wird der Betrag vom Konto eingezogen und die Unterlagen werden zugeschickt. Negativ bewerten wir an dieser Stelle, dass es relativ lange Verträge gibt, die man abschließen muss. Bis man die erstmal durchgesehen hat, ist man noch übermorgen beschäftigt. Auf der Website von Exporo gibt es für jeden registrierten Kunden einen Nutzerbereich, in den man sich einloggen kann,  um Entwicklungen, Investments, Laufzeiten oder Unterlagen jederzeit im Blick haben zu können. Kundenmeinungen besagen, dass sie Exporo schätzen, weil sie nicht permanent die Entwicklungen des Markts für Fondsanteile beobachten müssen. Es ist deutlich einfacher über die Plattform. Das finden wir auch. Mit wenigen Klicks ist der Auftrag erledigt. Vergleichweise hoch fallen die Rendite aus, was ebenso für das Crowdinvesting via Exporo spricht. Insgesamt hat uns das Konzept von Exporo im Test überzeugt. Der Vorgang des Investierens wird informativ und anschaulich erklärt, sodass man sich als Nutzer sicher und beraten fühlt. Der Vorgang läuft problemlos und schnell ab. Projekt auswählen, Anlagesumme bestimmen und entsprechende persönliche Daten abgeben. Zuletzt noch die Art der Überweisung aussuchen und eine kleine Bestätigung, das wars fürs Erste.

Der Grad der Seriosität von Exporo zeigt sich bereits mit dem Blick auf die Partner.

Die Kosten

Beim Crowdinvesting fallen, im Vergleich zu Fonds, keine oder nur sehr geringe Gebühren an. Besonders im Falle von geschlossenen Fonds müssen Kunden mit hohen Rückzahlungen rechnen: Agio, Managementgebühren, Vertriebs- und Vermittlungskosten – das kann auch schon mal 20 Prozent des Einsatzes ausmachen. Weil Plattformen wie Exporo finanzieren sich über die Projektentwickler, also jene Firmen, die die Immobilien planen, finanzieren, können sie die geringen Gebühren garantieren. Allerdings ist die Gefahr groß, viel Geld zu verlieren, denn falls der Projektentwickler bankrottgehen sollte, werden zunächst alle anderen Gläubiger ausgezahlt, etwa die beteiligten Banken, und zum Schluss erst die Crowdinvestoren.

Die Zielgruppe

Exporo richtet sich an alle, die erstmal mit kleineren Geldbeträgen in Immobilien investieren wollen nach dem Prinzip des Crowdinvestings. Auch wer über eingeschränktes Fachwissen verfügt, ist sicherlich gut bedient, denn alles ist anschaulich erklärt.

Das Fazit

  • Investieren schon mit kleinen Geldbeträgen
  • Einfache Registrierung, aber aufwändige Verträge
  • Nutzerfreundliche Website
  • Höheres Risiko im Falle von Verlust

Das Prinzip Crowdinvesting von Exporo ist nicht risikolos. Man investiert als Anleger eben nicht nur in eine Immobilie und nicht – wie etwa bei offenen Fonds – in Dutzende. So besteht ein höheres Risiko von Verlust. Allerdings informiert die Website von Exporo eingehend über alle Risiken, sodass eine hohe Transparenz besteht. Darüber hinaus schätzen wir die nutzerfreundliche Gestaltung, den schnellen Ablauf und die Möglichkeit, schon mit kleinen Geldbeträgen zu beginnen. Wer sich nicht davor scheut, etwas längere Verträge auszufüllen und Wert darauf legt, dass ein unmittelbarer Kundenservice besteht und zu den einzelnen Projekten viele Informationen bereit gestellt werden, ist mit Exporo sicherlich gut bedient.