Transferwise im Test

Das Unternehmen

Neben Azimo, gibt es auch Transferwise, für Geldtransaktionen ins Ausland. Das Fintech-Unternehmen ist ein peer-to-peer Online-Geldtransfer-Service für Fremdwährungen mit Sitz in London. Gegründet wurde es von Kristo Käärmann und Taavet Hinrikus im Januar 2011. Im direkten Vergleich konnte das Unternehmen sich einen Platz an der Spitze sichern. Warum? In der Regel nehmen die Transfergebühren eine Summe von 0,5 % ein. Anders jedoch bei TransferWise: Hier soll es angeblich kostenlos von statten gehen. Reform-Rundschau hat  die Firma anhand 5 Gesichtspunkten genauer in Augenschein genommen.

Das Angebot

  • Bester Wechselkurs möglich
  • Faire Gebühren ohne versteckte Kosten
  • Dauer: ca. 3 Werktage
  • Schnelle Rückmeldung beim Kundenservice
  • Mobilität

Transferwise wirbt selbst, als Unternehmen, welches den besten Wechselkurs im Vergleich zu den anderen Anbietern habe. Man möchte den Kunden faire Konditionen bieten und dabei möglichst transparent auftreten. Transferwise bietet Gebühren in der Regel 0,5% ohne versteckte Kosten an. Ein weiterer pLuspunkt im Angebot ist die sehr schnelle Überweisungsdauer. Ein Zeitraum von drei Werktagen wird garantiert, nur über das Wochenende sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden heißt es. Auch die Kommunikation mit den Kunden ist Transferwise wohl wichtig. Bei jedem Fortschritt bekommt man eine Benachrichtigung  via E-Mail und Anfragen an den Kundenservice werden schnellstmöglich beantwortet und das in den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Ein Live-Chat wird auch geboten. Genauso wie Azimo bietet auch Transferwise eine App für unterwegs. Sowohl Android als auch Apple-Kunden können diese nutzen. Insgesamt vermittelt die Firma mit ihrem Angebot das Empfinden, man habe jederzeit einen Ansprechpartner verfügbar und gebe das Geld in sichere Hände.

Das Konzept

Im Gegensatz zu den traditionellen Bank-Instituten, die sich den Wechselkurs zu Nutze machen und erhebliche Gebühren verlangen, nutzt Transferwise den üblichen  Kurs des Devisenmarktes für Währungen. Man bezeichnet  diesen als die sogenannte „mid-market exchange rate“. Der Begriff beschreibt weder den Kauf- noch den Verkaufskurs, sondern die Mitte, welche zum Beispiel von der Wirtschaftspresse für den Wert einer Währung deklariert wird. Wenn man nun bei einer herkömmlichen Bank eine Transaktion ins Ausland schaltet, würden bei Überweisungsbeträgen von rund 1000 Pfund fast 5 Prozent abhanden kommen.

Der Ablauf im Test

Transferwise bietet eine wirklich leichte Oberfläche zur Bedienung. Kunden müssen lediglich den zu gewünschten Betrag, der überwiesen werden soll, eingeben und danach das Land nennen, wohin das Geld gesendet werden soll. Hierbei ist es irrelevant, ob es noch ein eigenes Konto, das einer anderen Person oder ein Geschäftskonto ist, lediglich im Ausland muss es sein. Anders bei TransferWise ist, dass lediglich die Zahlungsinformation ins andere Land übermittelt wird und nicht das Geld. Deswegen kann die Geldtransaktion gebührenlos angewendet werden, denn es handelt sich um kostenlose bzw. preisgünstigere nationale Banküberweisungen. Ausgeklügelt finden wir auch, dass TransferWise für den eigenen Überweisungsbetrag die passende Gegensumme in der Zielwährung von einem weiteren TransferWise Nutzer findet.  So können beide Beteiligten vom echten Wechselkurs profitieren. Allerdings sollte man beachten, dass letztendlich dann doch noch eine Gebühr aussteht, bei kleineren Überweisungen lediglich 1 Euro.  Umso höher der Betrag, desto mehr steigt aber auch die Gebühr an. Der Grund ist, dass Transferwise eine größere Anzahl von „Tauschpartnern“ suchen muss.  Außerdem betreibt die Firma die nationalen Poolkonten und stellt ein  vertracktes Computersystem zur Verfügung, welches anzeigt, dass alle nationalen Zahlungen ausgeführt werden und mit den internationalen Zahlungsinformationen zusammenpassen. Das Geld einzuzahlen ist dann auch wirklich genauso einfach wie in den Slogans beworben wird: Man muss sich lediglich zwischen normaler Banküberweisung, Sofortüberweisung und Kreditkarte entscheiden. Unsere Empfehlung ist die Sofortüberweisung, da man sich hier Kosten spart. Abschließend wird das Geld in Zielwährung an das Konto des Empfängers gesendet. Gut finden wir auch hier, dass man als Kunde über alle Prozesse sofort informiert wird und Kosten transparent gemacht werden. Schon auf der Startseite kann man sich noch vor dem Auftrag genau ausrechnen lassen, wie viel Geld wirklich ankommt nach anfallenden Gebühren. Das geht wohl schneller und einfacher als in einem Beratungsgespräch bei der Bank.

Die Kosten

Das Fintech-Start-Up TransferWise hat eine Verfügung  über eigene Länderkonten je nach Auslandsüberweisung. Andere Methode ist das sogenannte SWIFT Verfahren. Hierbei fallen die aufkommenden Entlohnungen zusätzlich an. Etwaige Fremdgebühren sollten auch noch kalkuliert werden, denn die Banken, die an dem Transaktionsprozessen beteiligt sind, verlangen auch einen kleine Aufwandsentschädigung. Unser Tipp:  Falls eine höhere oder regelmäßige Überweisung stattfinden soll, erstmal eine Überweisung zur Probe starten. Dann genau überprüfen, welche Kosten wirklich noch zusätzlich anfallen.  Generell kalkuliert TransferWise eine minimale Gebühr von z.B. 1 Euro bis zu 200 Euro und für Euro ansonsten 0,5% der transferierten Summe. Das kann man als Beispiel sehen für Preisniveau 1, innerhalb Preisniveau 2 hingegen berechnet man 1% der Überweisungssumme beziehungsweise der jeweiligen Minimalgebühren. Was wir etwas zu diskret angesprochen finden ist, dass Transferwise eine kleine Summe zusätzlich vorab berechnet, weil sie zu Beginn des Auftrages noch nicht die genauen Daten der Wechselkurse kennen. Allerdings wird diese dann auch schnell wieder zurück erstattet, meist sogar noch am selben Buchungstag.

Die Zielgruppe

Während Azimo auf Arbeiter aus den Schwellenländern abzielt , setzt Transferwise seine Zielgruppe auf Mitarbeiter von Großunternehmen und Banken an,  die ihre Arbeitsstelle im Ausland haben und Geld übermitteln wollen. Das ist auch der Grund, weshalb  das Angebot auf die typischen Expat-Länder begrenzt, gerade mal 19 Währungen stehen zur Wahl.

Das Fazit

  • Günstige Tarife mit einer großen Auswahl Ländern und Währungen
  • Geld senden an eine E-Mail-Adresse möglich, falls Kontoverbindung nicht bekannt
  • Transparenz bei den Gebühren
  • Kostenlose Anmeldung

Transferwise kann insgesamt gut punkten. Positiv ist, dass genauso wie bei Azimo alle Kosten und Bedingungen transparent sind, das heißt der Kunde kann sich noch vorab informieren wie sich zum Beispiel der Wechselkurs auf seinen Geldbetrag auswirken würde. Die Oberfläche ist wirklich leicht zu bedienen und auch der Kundenservice lässt keine Wünsche offen. Eine Neuanmeldung ist kostenlos und man hat sogar die Option, Bank- und Kontaktdaten zu speichern, was Zeit spart für das nächste Mal. Besonders bei Transferwise ist unserer Meinung nach, dass es sich um    günstige fiktive Wechselkurse handelt, denn es wird ja kein Währungstausch tatsächlich ausgeführt. So kann Transferwise seinen Slogan als Unternehmen mit den besten Konditionen wirklich einhalten. Denn im Vergleich mit den Mitstreitern liegt es kostentechnisch ganz vorne.