Zinsland im Test

Das Unternehmen

2015 ging das Unternehmen Zinsland online. Gegründet 2014 von Moritz Eversmann, Carl-Friedrich v. Stechow und Stefan Wieskemann, geht es bei der neuen Online-Plattform in erster Linie um Crowdinvesting für  Immobilien. Die Firma erzielt über dieses Verfahren Beträge, die für einzelne Projekte im Bauwesen verwendet werden. Investoren werden mehr als mehr als sechs Prozent Zinsen im Jahr versprochen. Ziel von Zinsland ist es allerdings, den Anlageprozess für mehr Menschen zugänglich zu machen, damit auch Privatpersonen ich Erspartes in Immobilien investieren können. Denn der Markt sieht momentan vielversprechend aus, nur bislang war es recht mühselig als Einzelner lohnenswerte Projekte heraus zu filtern und meist konnte man sich mit kleineren Summen sowieso nicht beteiligen. Ob es Zinsland gelungen ist, den den Anlageprozess simpler und offener zu präsentieren und ob es sich als Privatanleger wirklich lohnt in Immobilien zu investieren, wollen wir testen.

Das Angebot

Das bietet Zinsland seinen Anlegern:

  • Transparente und Detaillierte Sammlung der wichtigsten Informationen
  • Expertise eines unabhängigen Gutachters für gelungene Einschätzungen
  • schon ab 500 € investieren
  • Keine Aufschläge, keine Abzüge
  • Regional Investieren

 

Das Konzept

Laut aktueller Einschätzungen ist der deutsche Immobilienmarkt attraktiv aufgrund niedriger Zinsen. Immer mehr Menschen erkennen den Trend und wollen sich beteiligen. Zinsland knüpft daran an und bietet Immobilieninvestments auf seiner Online Plattform an. Per Crowdinvesting wird das Geld für einzelne Bauprojekte gesammelt, dann können Anleger hinzu stoßen. Schon ab 500€ ist eine Beteiligung möglich, schließlich will man die Option für einen möglichst großen Kundenkreis zugänglich machen. Da der Zeitraum nicht sehr lang gelegt ist, behält der Kunde gut den Überblick. Meist geht es bei dieser Form der Investition nicht um die Rendite, sondern man bekommt kleine Gegenleistungen. Zinsland möchte hier aufwerten und verspricht Anlegern eine Ausbezahlung des Geldes zusammen mit einer guten Rendite. Momentan werden Höhen von 5 % und 7 % pro Jahr angeboten, was sehr vielversprechend klingt. Im Schnitt 6,5 Prozent Zinsen pro Jahr dank der Investition in Immobilien, für viele sofort ein Grund teilzuhaben. Zumal man schon mit einem kleineren Beitrag einsteigen kann. Doch man sollte auch die Realität nicht außer Acht lassen. Denn Crowdfunding-Angebote sind meist Nachrangdarlehen, das bedeutet, dass die Anleger die Immobilie weder besitzen noch ein Mitspracherecht in Entscheidungen bekommen oder im Falle von Wertsteigerungen einen Vorteil ziehen könnte. Im Prinzip gewährt man nämlich dem Projektentwickler einen Kredit, der meist mit hohem Risiko behaftet ist. Anleger sollten plötzlichen Verlust des gesamten eingesetzten Geldes nicht außer Acht lassen. Denn falls das Projekt nicht von Erfolg gekrönt ist, wird zuerst die Bank ausbezahlt und die übrig geblieben Reste gehen an die Investoren. Allerdings greift mittlerweile auch bei Zinsland das Kleinanlegerschutzgesetz. Das verhilft den Anlegern zu mehr Schutz, denn der finanzielle Status wird gründlicher überprüft und Begrenzungen bezüglich Anlagesumme gezogen. : Über 10.000 Euro darf keine Privatperson mehr investieren, sondern nur noch als Firma. Abgesehen vom hohen Risiko, klingt das Konzept von Zinsland ansprechend. Wir testen den Ablauf.

Der Ablauf im Test

Auf der Website von Zinsland findet man sich schnell zu Recht. Das Layout ist ansprechend und zurück haltend. Wer sich registrieren möchte, muss ein Referenzkonto für alle Transaktionen angeben.  Der Vorgang ist kostenlos. Als aufgenommener Kunde hat man die Möglichkeit laufend den Support zu kontaktieren bei Problemen und sich Informationen zu allen Projekten zu downloaden. Jedes der aufgeführten Projekte steht für sich alleine und bekommt  eine Fundingphase von 3 Monaten, das bedeutet, dass der Projektleiter das Recht besitzt, sich genau diese Zeit zu nehmen mit der Rückzahlung. Dafür wird den Anlegern aber eine 150% Rückzahlung versprochen. Sobald der Kunde investiert, wird der Geldbetrag bereits verzinst. Gut finden wir, dass alles transparent gehandhabt wird und man sofort im Bilde ist über wichtige Informationen und die Konditionen. Möchte man mit einer Investition starten, zeichnet man seinen Betrag über die Partnerbank von Zinsland, der Fidor Bank. Umsonst ist kein Angebot, jedes Projekt wird verwirklicht, denn falls es mal finanzielle Lücken geben sollte, steuert das Unternehmen den Rest bei. Im ersten Schritt musste man das Referenzkonto angeben. Das ist nun ausschlaggebend für alle weiteren Zahlungen.  Somit möchte man den Anlegern mehr Sicherheit gewährleisten. Anleger haben die Möglichkeit in beliebig viele Projekte zu investieren, die auch unabhängig voneinander funktionieren. Zum Stichtag wird das eingesetzte Geld samt der versprochenen Zinsen dann ausgezahlt. Beachten sollte man, dass man während der gesamten Laufzeit keinen Zugang zu seinem eingesetzten Vermögen bekommt. Eine vorzeitige Auszahlung ist laut dem Unternehmen nicht möglich, deshalb ist diese Form der Investition auch nicht mit einem flexiblen Tagesgeldkonto zu verwechseln. Die Gründer werben mit ihrem fundierten Wissen und bezwecken damit ein Vertrauen zu den Interessenten  aufzubauen. Man verspricht eine gründliche Prüfung der Projekte, damit nur welche angeboten werden, die auch wirklich schon gestartet wurden und mit Erfolgsaussichten gekrönt sind. Allerdings muss man sich nach wie vor klar machen, dass auch ein Totalausfall zu 100% eintreten könnte, allerdings ohne Nachschlusspflicht.

Die Kosten

Zinsland bekommt von den Projektentwickler einen Aufwandsentschädigung für die Vermittlung des Kapitals. Als Anleger kann man komplett kostenlos alle Optionen nutzen.

Die Zielgruppe

Das Konzept von Zinsland ist für alle diejenigen geeignet, die nicht in Bankberater vertrauen, sondern lieber selbst geeignete Anlagemöglichkeiten suchen wollen und  auch bereit sind ein Risiko einzugehen.

Das Fazit

+ attraktive Renditeaussichten

+ unkomplizierter Beteiligungsprozess

+ kein Nachschlussverfahren

  • Hohes Risiko vorhanden

Aktuelle Ergebnisse einer Studie des Vermögenspreisindex des Flossbach von Storch Research Institutes haben ergeben, dass die durchschnittlichen Immobilienpreise in Deutschland allein im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent höher geworden sind, wobei es in dicht besiedelten Großstädten vermutlich weitaus mehr war. Nun möchte man als Anleger natürlich auch davon Profit schlagen, herkömmlich Sparmöglichkeiten wie Fest- oder Tagesgeld haben allerdings den Nachteil, dass sie noch nicht einmal ein Prozent Rendite pro Jahr bringen. Zinsland kann hier weitaus mehr bieten mit Renditen zwischen 5 und 7 Prozent. Kunden sollen mit möglichst wenig Aufwand und ohne große Vorkenntnisse an Immobilieninvestments teilhaben können. Der Firma gelingt in der Tat eine große Zielgruppe anzusprechen mit einer klar definierten Struktur, einer guter Online-Präsenz und einem unkomplizierten Prozedere. Allerdings bleibt immer noch das hohe Risiko für Privatanleger. Natürlich könnte man auch schon mit geringen Geldbeträgen ab 500€ einsteigen, aber auch das schmerzt, wenn man es nicht wiederbekommen würde. Im Falle eines Misserfolgs des Bauprojekts, kann man nämlich komplett leer ausgehen. Allerdings achtet Zinsland auch darauf, dass die Kunden das Risiko breiter streuen und ausreichend informiert werden.  Somit können wir das Unternehmen für alle Kunden empfehlen, die sich dessen bewusst sind und damit umgehen können. Insgesamt macht der Auftritt der Online-Plattform einen guten Eindruck.