ZINSPILOT im Test – Unsere Erfahrungen

Das Unternehmen

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Wer Wert auf gute Zinsen legt, musste bislang neue Konten bei Konkurrenzbanken eröffnen lassen. Wie viel Aufwand das ist, weiß jeder. Das Start-Up Unternehmen hat sich genau diesen Umstand zunutze gemacht und bietet Hilfe an, den Geldtransfer zu erleichtern und das stets zu besten Zinsen. Den Kunden soll eine Vielzahl an Angeboten bereitstehen bezüglich Tagesgeld und Festgeldkonten, die mit nur einem Konto genutzt werden können. Wie Savedo ist Zinspilot erst seit Kurzem online. Die Firma wird von Deposit Solutions GmbH geführt. Es wurde darauf geachtet, dass zunächst eine Testphase und darüber hinaus noch eine Prüfung durch die Finanzaufsicht BaFin erfolgte, um das Vertrauen potentieller Kunden gewinnen zu können. Zur Verfügung stehende Banken sind die Bank für Investments und Wertpapiere (biw Bank) in Willich bei Düsseldorf sowie die Sutor Bank aus Hamburg.

Das Angebot

Das Angebot der  Firma Zinzpilot umfasst laut der offiziellen Website folgende Aspekte:

  • Ein zentrales Abwicklungskonto
  • Zinsangebote zu besten Konditionen
  • Auswahl einer Vielzahl an beteiligten Banken
  • Gewohnte Einlagensicherung
  • Kundenservice auf Deutsch
  • Einmal Postident für alle Banken

Das Start-up-Unternehmen Zinspilot will Anlegern eine Vielzahl von Tagesgeld- und Festgeldangeboten zugänglich machen; dafür müssen Kunden nur ein einziges Konto besitzen. Momentan erfolgt die Zusammenarbeit von Zinspilot  mit vier Banken: beim Festgeld Creditplus Bank, Fimbank, Austrian Anadi Bank. Außerdem Fimbank und Hanseatic Bank beim Tagesgeld. Zwei davon wurden allerdings online als mangelhaft eingestuft: die Austrian Anandi Bank und die Fimbank. Der Grund dafür ist, dass sie als nicht solide eingestuft worden sind im Ranking der großen Ratingagenturen S&P, Moody’s und Fitch. Auch das Ursprungsland der beiden Banken gilt laut der Analyse als wirtschaftlich nicht stabil genug, um im Notfall Sparern helfen zu können, indem Einlagen selbst eingestanden werden würden.

Das Konzept

Der Grundgedanke von dem Start-Up Unternehmen Zinspilot ist, mit nur einem Konto bei seiner Hausbank auf alle möglichen Tages- und Festgeldanlagen von Drittbanken zugreifen zu können und das ohne viel Aufwand. Quasi eine Single-Account-Lösung für Tages- und Festgeldanlagen. Miserable Zinsen sollen ebenso vermieden werden wie erhöhter Geldtransfer zwischen vielen beteiligten Banken. Keine Stapel an Kontoauszügen mehr, nicht eine Vielzahl an Freistellungsaufträgen und Steuerbescheinigungen, sondern ein roter Faden. Auch die Hausbanken selbst sollen von Zinspilot profitieren. Diese sollen nun die Möglichkeit geboten bekommen ihre Kunden weiterhin an sich zu binden, indem sie bessere Zinsen anbieten können über Drittangebote. Meistens konnten die Banken es sich nicht leisten, der Wettbewerb war einfach zu groß. Auch komplizierte Retailprozesse oder Marketingausgaben werden stufenweise minimiert. Zinspilot wirbt zudem damit, dass Geldanlagen über Zinspilot von dem gleichen Einlagenschutz Profit nehmen wie jede andere Tages- und Festgeldanlage auch. Gelder von Kunden seien immer durch die Einlagensicherung derjenigen Anlagebank geschützt, mit der kooperiert werden würde.

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Der Ablauf im Test

  • Eröffnung eines Kontos
  • Gewöhnliche Postidentsverfahren
  • Treuhänderische Anlage
  • Problemlose Abwicklung
  • Fehlende Transparenz

Ob das Konzept von Zinspilot aufgeht, zeigt sich in unserem Test.  Zunächst muss man bei eine der Partnerbanken ein Basiskonto erstellen. Momentan zur Auswahl stehen zum Beispiel die Benk oder  die Sutor Bank. Als nächstes ist es wie sonst auch üblich, notwendig die Legitimation des Postident-Verfahrens einzuleiten. Nun kann man unter der Auswahl an Fest- oder Tagesgeldanbieten aussuchen, wo man sein Geld lagern möchte. Bis jetzt ist der Vorgang wie versprochen relativ unkompliziert und verständlich. In der Tat ist es nicht nötig, noch weitere Konten zu errichten. Eine Partnerbank legt das Geld des Kunden treuhänderisch bei der gewählten Anlagebank an. Wir haben unser Testkonto bei der SutorBank angelegt und entscheiden uns für ein Festgeld für die Dauer von sieben Monaten bei der Creditplus Bank. Zinsen erhält man dann von der letzteren Bank. Diese hat die Einlagen über den Sicherungsfonds Deutschlands abgesichert, aus dem die Creditplus ihre Banklizenz besitzt.  Die Weiterleitung der Anlage vom Referenzkonto auf das eigentliche Sparkonto erfolgt problemlos. Dadurch, dass man sich mit im Zuge der einmaligen Eröffnung eines Kontos einmalig persönlich identifiziert, gehören wiederholte Postidents wirklich der Vergangenheit an, der Briefkasten ist nicht mehr voll von Bankformularen. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, die im Test aufgefallen sind. So ist es zunächst kaum ersichtlich, wohin denn nun die Geldanlage transferriert wird. Zahlreiche Kundenmeinungen online berichten dasselbe, was auch wir erlebt haben: Es wird anfangs nicht eindeutig deklariert, welche Bank denn nun die Partnerbank ist und manchmal wird sogar nochmal „gewechselt“, so erscheint es jedenfalls dem Otto-Normalverbrauche. Denn die Anlage kann an eine Bank als Treuhänder überwiesen werden, es wird aber nicht garantiert, dass diese dann auch die Partnerstelle wird und plötzlich bekommt man die Benachrichtigung, die Anlage sei nun bei Bank XY deponiert. Auch wirft die Auswahl der Partnerbanken Zweifel bezüglich der finanziellen Sicherheit auf. Zwar versichert Zinspilot, dass es keine Probleme gibt, falls das Unternehmen selbst oder eine der Partnerbanken bankrottgehen sollte. Allerdings ist dafür die Bedingung, dass das Geld bei einer Anlagebank abgelegt worden ist, die in Deutschland liegt und somit über den hiesigen Einlagensicherungsfonds gesichert ist. Generell erscheint vielen Kunden zu Beginn auch zweifelhaft, dass nur wenige Banken am Konzept von Zinspilot teilhaben wollen. Dieser Umstand konnte allerdings schon revidiert werden.  Im Großen und Ganzen ist der Ablauf bei Zinspilot für den Kunden zufriedenstellend.

Die Kosten

Nun besteht allerdings noch die Frage nach den Kosten, die Dienste von Zinspilot zu nutzen. Am Beispiel der  Partnerbank Creditplus Bank aus Deutschland lässt sich der finanzielle Aufwand für die Geldanlage beispielhaft vorführen. Hier erhalten sparende Kunden momentan 1,1 Prozent Zins p.a., wenn sie für sechs Monate anlegen. Kritiker meinen, dass es diesen Wert natürlich auch gibt, wenn der Anleger dort direkt ein Konto eröffnet. Zinspilot verteilt allerdings noch eine Bonuszahlung. Diese wird in Abhängigkeit von der Höhe des Anlagebetrages ausgegeben und hat mindestens einen Wert von 10 Euro, maximal jedoch  100 Euro.

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Die Zielgruppe

Zinspilot eignet sich für alle Sparer, die wenig Zeit und Lust haben, an vielen Orten Konten zu eröffnen und sich um deren Erhalt zu kümmern. Wer online-affin ist und ein bisschen Vertrauen in ein aufkommendes Start-Up Unternehmen mit eher wenig Banken im Programm schenken kann, wird sicherlich gut bedient sein.  Auch alle, die stets die besten Zinsen wollen, können zufrieden gestellt werden.

Das Fazit

Das Start-Up Unternehmen Zinspilot konnte in unserem Test gut abschneiden. Die versprochenen Konditionen werden weitestgehend eingehalten und das Ziel, den Aufwand geeignete Anlagekonten  für Tages- beziehungsweise Festgeld mit guten Zinsen zu finden zu minimieren, gelingt. Mehr Transparenz für den Transfer zwischen den Partnerbanken und eine noch größere Auswahl an Partnerbanken, mit stabiler Ranking-Bewertung wären wünschenswert. Im Großen und Ganzen erfült Zinspilot jedoch alle Zwecke gut.