Der weltweit größte Online-Händler Amazon erweitert seine Lieferflotte in Europa mit 1.800 Elektrofahrzeugen von Daimler. Die Fahrzeuge werden voraussichtlich Ende des Jahres unterwegs sein, sagte Amazon-Chef Jeff Bezos in einer Erklärung am Freitag. Die jüngste Automobilvereinbarung ist Teil einer bemerkenswerten Strategie für den Konzern.

Daimler bestellt 1.200 Fahrzeuge des neuen Typs E-Sprinter und 600 mittelgroße Elektrofahrzeuge des Typs E-Vito.

Amazon ist weiterhin mobil. Im vergangenen Jahr kündigte die Gruppe an, 100.000 elektrische Lieferwagen vom Start-up Rivian zu kaufen. Zusammen mit anderen Investoren hat Amazon 2,5 Milliarden US-Dollar in Rivian investiert. Darüber hinaus hat der E-Commerce-Riese das Start-up Zoox gekauft, einen Spezialisten für autonomes Fahren.

Es ist offensichtlich, dass Amazon gehen möchte: Das Unternehmen möchte in Bezug auf die Lieferung autark werden. Am besten mit selbstfahrenden Autos. „Wenn Amazon die letzte Meile erfolgreich automatisieren könnte, könnten bis zu 40% der Lieferkosten eingespart werden“, sagt Peter Fintl, Direktor für Technologie und Innovation beim Beratungsunternehmen Altran Handelsblatt.

Aber Amazon könnte noch viel mehr tun, nämlich ein gefährlicher Konkurrent für die Autoindustrie zu werden. Rivian Vans haben ein großes Potenzial für den geschäftlichen und privaten Gebrauch. Ein Börsengang würde Milliarden von Dollar einbringen.

Zoox ist auch eine wertvolle Investition für Amazon. Statista-Marktforscher sagen voraus, dass jedes zehnte Auto bis 2030 alleine fahren wird.

Amazon ist mehr als E-Commerce und die Cloud. Aus diesem Grund hat die Aktie immer noch Luft und bleibt ein klarer Kauf.

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