Großbritannien Vorbereitung auf einen No-Deal-Brexit: Um den Zugang zu Medikamenten und anderen wichtigen Gütern trotz möglicherweise erfolgloser Verhandlungen mit der EU zu sichern, hat die britische Regierung mehrere Fährunternehmen mit Aufträgen in Höhe von mehreren Millionen Dollar beauftragt . Diese sollten helfen, wenn die reguläre Logistik ins Chaos gerät.

Um sicherzustellen, dass Waren “unabhängig vom Ergebnis der Verhandlungen mit der EU weiterhin problemlos nach Großbritannien geliefert werden können”, hat das Land Verträge mit Fährlogistikunternehmen im Wert von £ abgeschlossen in den ersten sechs Monaten nach dem Ende des Brexit rund 77 Millionen Pfund (rund 86 Millionen Euro). – Übergangsphase unterzeichnet. Dies wurde von der für den Transport in London zuständigen Behörde angekündigt.

Medikamente könnten knapp werden

Großbritannien und die EU kämpfen derzeit mit einem Handelspakt. Zum Jahreswechsel läuft die Übergangsphase des Brexit aus, während Großbritannien weiterhin von der Zollunion der EU und dem Binnenmarkt profitiert. Wenn die Verhandlungen scheitern, droht ein harter wirtschaftlicher Bruch mit Zöllen und anderen wirtschaftlichen Hürden. In diesem Fall könnten Medikamente und bestimmte Lebensmittel auf der Insel knapp werden – unter anderem, weil lange Staus aufgrund der neuen geltenden Formalitäten ihre Importe behindern könnten.

EU bereitet sich auf gescheiterte Verhandlungen vor

Kurz vor dem Ende des Verhandlungszeitraums sieht die EU kaum Fortschritte bei der Koordinierung mit London. In allen wichtigen Punkten sind die Diskussionen schwierig, sagten Diplomaten nach einem Treffen zwischen EU-Ministern und EU-Verhandlungsführern Michel Barnier in Luxemburg. Die EU bereitet sich auch weiterhin auf eine schwierige Handelspause vor.

Der britische Premierminister hatte das Wochenende Boris Johnson telefonierte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Der britische Premierminister betonte daraufhin, dass ein Abkommen für beide Seiten von Vorteil sei. Großbritannien ist aber auch bereit, die Übergangsphase ohne ein Abkommen zu beenden.

READ  Merkel zum Satz "Wir können es schaffen": "Ist unabhängig geworden. Aber es spielt keine Rolle "

Johnson hatte der EU eine Frist von 15. Oktober für einen Deal gesetzt. Dann treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf einem Gipfel in Brüssel.

Die EU ist jedoch bestrebt, die Verhandlungen nach Johnsons Frist fortzusetzen, und sieht bis Ende Oktober Handlungsspielraum. Dann muss ein Wirtschaftsabkommen vorhanden sein, das zu Beginn des Jahres ratifiziert und rechtzeitig in Kraft treten kann.

Ikone: Der Spiegel