Deutschland Neue Koronaregeln

Was jetzt für Reisende in den verschiedenen Bundesländern gilt

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“Das Unterkunftsverbot ist im Kampf gegen die Pandemie nutzlos”

Das bereits umstrittene Unterkunftsverbot wurde vom Gericht zweier Bundesländer aufgehoben. Wird die Ausgangssperre bald dasselbe Schicksal bedrohen? Verfassungsanwalt Prof. Volker Böhme-Neßler erläutert in einem Interview mit WELT die rechtliche Situation.

Die neuen Koronabeschränkungen für Reisende in gefährdeten Gebieten unterscheiden sich je nach Bundesland. In einem können Sie problemlos übernachten, in dem anderen ist die Unterbringung verboten. Ein Überblick.

MITUm das Koronavirus einzudämmen, haben Bund und Länder Beschränkungen für Reisende aus Gebieten mit besonders hohen Koronazahlen erlassen. Diese können von Staat zu Staat unterschiedlich sein. Eines ist klar: Private Touren sind erlaubt, auch wenn Reisende aus einem Risikogebiet kommen. Welche Koronaregeln gelten jetzt für Urlauber in Deutschland?

Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg gibt es kein Einreiseverbot oder Quarantänepflicht für Reisende aus Risikogebieten in Innerdeutschland. Weitere Wohnverbote wurden am Donnerstag vom Verwaltungsgericht Baden-Württemberg mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Bisher durften Reisende aus Risikogebieten in Deutschland nur dann in Pensionen und Hotels übernachten, wenn sie einen negativen Koronatest hatten, der weniger als 48 Stunden alt war.

Bayern: Es gibt kein Einreiseverbot. Das bayerische Gesundheitsministerium veröffentlicht regelmäßig eine Liste der Städte und Bezirke, deren Einwohner nicht bleiben dürfen. Eine Ausnahme gilt für diejenigen, die möglicherweise einen negativen Koronatest haben, der nicht älter als 48 Stunden ist – der Abstrich darf nicht länger als der vor der Ankunft sein.

Berlin: Es gibt keine Einreisebeschränkung. Der Senat hat noch nicht über ein Unterkunftsverbot abgestimmt.

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Brandenburg: Wenn Sie von den Corona-Hotspots nach Brandenburg reisen möchten, können Sie Ausflüge unternehmen oder einkaufen gehen. Übernachtungen sind nicht gestattet – es sei denn, es wird ein negativer Koronatest vorgelegt, der nicht länger als 48 Stunden vor Abflug sein darf, oder bei obligatorischen oder medizinisch notwendigen Geschäftsreisen.

Brachsen: In Bremen gibt es kein Einreiseverbot, keine Quarantäneanforderung oder kein Unterkunftsverbot für Reisende aus Risikogebieten innerhalb Deutschlands.

Hamburg: Es gibt kein Einreiseverbot für Personen aus häuslichen Risikogebieten. Übernachtungsgäste müssen schriftlich bestätigen, dass sie in den letzten 14 Tagen nicht übernachtet haben. In diesem Fall können Sie die Nacht mit einem negativen Testergebnis verbringen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf.

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Hessen: Es gibt kein Einreiseverbot, aber es gibt ein Unterkunftsverbot für Reisende aus Risikogebieten. Jeder, der mit einem ärztlichen Attest nachweisen kann, dass keine Anzeichen einer Koronainfektion vorliegen, kann über Nacht bleiben.

Mecklenburg-Vorpommern: Zusätzlich zu einem aktuellen negativen Corona-Test gibt die staatliche Corona-Verordnung unmittelbar nach der Einreise noch eine 14-tägige Quarantäne an. Der Koronatest darf maximal 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein. Die Wartezeit kann vom zuständigen Gesundheitsdienst verkürzt werden, wenn ein zweiter selbstfinanzierter Test nach fünf bis sieben Tagen ebenfalls negativ ist.

Niedersachsen: Die Einreise nach Deutschland ist nicht beschränkt. Tagestourismus ist möglich. Für deutsche Risikogebiete bestehen keine Quarantäneanforderungen. Es gibt jedoch ein Unterkunftsverbot. Wenn zum Beispiel der Infektionsherd eindeutig begrenzt ist oder Reisende einen negativen Koronatest haben, der weniger als 48 Stunden alt ist, ist der Zeitpunkt, zu dem das Testergebnis ermittelt wurde, entscheidend, Ausnahmen sind möglich. Betroffene Bereiche werden im Internet aufgelistet.

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Nordrhein-Westfalen: In NRW gibt es keine Einschränkungen und vorerst keine Unterkunftsverbote für Urlauber aus nationalen Risikogebieten.

Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz war ursprünglich geplant, am 13. Oktober ein Unterkunftsverbot in Kraft zu setzen, das jedoch später eingestellt wurde. In dieser Hinsicht gibt es derzeit keine Einschränkungen.

Saarland: Im Saarland besteht seit Ende Juni ein Unterkunftsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten, es sei denn, sie können einen negativ zertifizierten, medizinisch zertifizierten Corona-Test vorlegen, der nicht älter als zwei Jahre ist. Tage. Dies gilt nicht mehr: In der Zwischenzeit hat die Saarregierung das Unterkunftsverbot aufgehoben.

Sachsen: Bisher musste jeder aus einem Risikobereich getestet werden. Ab Samstag gilt die Einschränkung nicht mehr.

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Sachsen-Anhalt: Der Eintritt ist erlaubt. Die Unterbringung von Personen in Risikogebieten für touristische Zwecke ist verboten, es sei denn, der Kunde kann eine Bescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass kein Nachweis für die Covid 19-Krankheit vorliegt.

Schleswig-Holstein: Es gibt keine Einreisebeschränkungen für Schleswig-Holstein. Es gibt jedoch ein Verbot der Unterbringung von gewerblichen Einrichtungen. Die Unterkunftsmöglichkeiten sind jedoch begrenzt. Es besteht die Möglichkeit, mit einem negativen Koronatest zu testen. Zwischen der Übermittlung des Testergebnisses und der Eingabe dürfen nicht mehr als 48 Stunden vergangen sein. Die Regelung gilt nicht für Geschäftsreisende, Privatreisende und Eigentümer von Zweitwohnungen.

Thüringen: Es gibt keine Einreisebeschränkungen oder Unterkunftsverbote für Personen aus deutschen Risikogebieten.

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