ReDie arktische Eisschmelzsaison hat in diesen Tagen ihren Höhepunkt erreicht und den Rekord von 2012 knapp verfehlt. Mit weniger als vier Millionen Quadratkilometern ist die verbleibende Meereisfläche kleiner als sie ist. ‘ist schon lange her. Nur einmal in den letzten Jahrzehnten, im Jahr 2012, wurde eine etwas kleinere Fläche von Resteis registriert.

Joachim Müller-Jung

Redakteur im Bereich Funktionen, verantwortlich für den Bereich „Natur und Wissenschaft“.

Das schmelzende Eis entlang der Nordostpassage ist in diesem Jahr besonders dramatisch. Die Hitzewelle mit teilweise tropischen Temperaturen über Sibirien ließ diesen Teil des Arktischen Ozeans praktisch monatelang eisfrei, während in Nordgrönland und Nordamerika Polareis möglich war zuletzt.

Die Zeichen der globalen Erwärmung sind heutzutage auch an diesen Orten nicht zu übersehen: Vom größten Gletscher im Nordosten Grönlands, dem 79N, ist einer nach lokalen Maßstäben riesig. Eisberg abgesagt, die sich seitdem mehrmals getrennt hat. Mit einer Fläche von rund 110 Quadratkilometern ist das Eis, das in die Bucht gewandert ist, größer als die französische Hauptstadt Paris. Der Bruch des Gletschers war bereits im letzten Jahr erkennbar, als in Grönland von Süden nach Norden so viel Eis geschmolzen war wie in jedem anderen Jahr zuvor und sich riesige Schmelzwasserseen gebildet hatten. Am Rande vieler Gletscher bildeten sich tiefe Schluchten und Brüche, die sich mit Schmelzwasser füllten und aufgrund des Gefrierens im Winter Druck auf das Packeis ausübten. Zusätzlich werden die Meereisoberflächen durch von unten erwärmtes polares Meerwasser erwärmt.





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Arktis im Übergang
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Der tiefe Fall des hohen Nordens
Bild: dpa


Das Danish Geological Survey (GEUS) berichtete am Montag über den Abriss an Bord der 79N. Laut Wissenschaftlern beweist dieses Ereignis auch einen raschen Klimawandel. In der betreffenden Region sind die Temperaturen seit 1980 um drei Grad gestiegen. Im Vergleich zum Zeitraum 1997-2006 hat sich der Verlust der Eismasse in Grönland in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Grönlands Schmelzwasser trägt derzeit am meisten zum jährlichen Anstieg des Meeresspiegels der Welt von fast vier Millimetern bei.

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