Vor fast genau einem Jahr habe ich damals das neue Fairphone 3 bekommen “No Thrills” -Smartphone Hinweis: Technisch gesehen ist alles nur Mittelklasse, aber vom Besitzer selbst leicht zu reparieren und daher langlebig. Heute hat das kleine niederländische Unternehmen am Donnerstag das neue Fairphone 3+ vorgestellt. Ich konnte es eine gute Woche lang testen und fand heraus, dass dieses Telefon nicht viel Neues enthält. Aber genau das wollte der Erfinder.

Denn Langlebigkeit ist der einzige Punkt, an dem Fairphone-Smartphones besser abschneiden als alle anderen Smartphones auf dem Markt. Von Anfang an hat das Unternehmen nicht versucht, die beste Kamera oder den größten Akku zusammenzustellen. Stattdessen befürwortet das Unternehmen bessere Arbeitsbedingungen in Bergwerken, in denen beispielsweise Edelmetalle und Seltene Erden abgebaut werden, die für die Smartphone-Elektronik unersetzlich sind.

Die Fair Cobalt Alliance ist gerade erst entstanden, sagt Monique Lempers, Managerin für „Impact Innovation“ bei Fairphone, in einem Interview mit SPIEGEL. Die Allianz umfasst Unternehmen wie Signify, Hersteller von Philips Hue-Lampen. Der Verband möchte unter anderem die Arbeitsbedingungen und die Arbeitssicherheit verbessern, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo. Etwa 60% des weltweit abgebauten Kobaltes stammt von dort. Und davon werden 20% in kleinen und sehr kleinen Minen abgebaut, bei denen es sich oft nur um tiefe Tunnel im Fels handelt, ohne Belüftung oder Sicherheitsmaßnahmen.

Kein recycelter Kunststoff mehr

Natürlich zeigt das Fairphone 3+ nichts davon, es sieht aus wie ein normales Smartphone, obwohl es nicht besonders schick ist. Anstelle von Glas oder Metall, wie es bei High-End-Modellen üblich ist, besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Es ist nicht nur einfacher zu handhaben, es verbraucht auch weniger Energie und Rohstoffe als beispielsweise ein Aluminiumgehäuse, sondern das Fairphone 3+ besteht auch zur Hälfte aus recyceltem Kunststoff. Im Vorgängermodell war dieser Prozentsatz deutlich niedriger, sagt Manager Lemper.

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Der Kunststoff hat auch den Vorteil, dass die hintere Abdeckung leicht entfernt werden kann. Darunter befindet sich der modulare Aufbau des Fairphone 3+. Es kann jedoch nur der Akku ohne Werkzeug entfernt werden. Dies muss der Fall sein, da auf die Steckplätze für SIM-Karte und Speicherkarte nur durch Entfernen des Akkus zugegriffen werden kann.

Viele kleine Schrauben

Um in den Darm zu gelangen, müssen 13 Schrauben gelöst werden. Sie sind alle sehr klein, aber einheitlich groß und können dank des Cross-Slot-Formats ohne Spezialwerkzeug entfernt werden. Das Fairphone enthält einen kleinen Schraubendreher, aber aus Bequemlichkeitsgründen habe ich meinen bevorzugt.

Wenn Sie den Bildschirm vom Rest des Gehäuses getrennt haben, werden die Module vor Ihnen fein sortiert. Alle von ihnen sind mit Namen wie “Speaker Module” gekennzeichnet. Es ist einfach zu navigieren. Schön: Die Module werden mit den gleichen Schrauben befestigt, die Sie am Gehäuse finden.

Ein Blick ins Innere zeigt auch die einzigen technischen Innovationen des Plus-Modells im Vergleich zum Fairphone 3:

  • Einerseits enthält das neue “Top Module” eine neue 16-Megapixel-Kamera für Selfies,

  • Zum anderen ist das Kameramodul jetzt mit einer 48-Megapixel-Kamera ausgestattet.

Zwei Module sind neu

Sie können jedoch auch beide Module einzeln erwerben. Wenn Sie also bereits ein Fairphone 3 besitzen, können Sie es auf den technischen Standard des Fairphone 3+ aufrüsten, indem Sie das neue Kameramodul für 60 Euro und das neue Topmodul für 35 Euro kaufen und die alten Module ersetzen.

Die neuen Kameras sind jedoch keine Offenbarung. Beim Fairphone 3 ist mir aufgefallen, dass die Kamerasoftware häufig Details zu Tode drückt. Dies ist beim neuen Modell nicht mehr der Fall und Sie können damit sehr gute Bilder machen. Einerseits bemerkte ich jedoch eine Tendenz zu bläulichen Aufnahmen, und andererseits bemühte sich die Kamera manchmal, sich auf das Motiv zu konzentrieren, das ich auf dem l ausgewählt hatte ‘Bildschirm.

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Übrigens hat sich auf Hardwareebene nichts geändert, die Akkulaufzeit ist immer noch “OK” und die Leistung ist am unteren Ende. Aber all das können Sie in meiner Rezension vom letzten Jahr lesen.

Das Fairphone 3+ ist genauso leistungsstark wie sein Vorgänger und vor allem für Ihr Gewissen. Dies gilt zum einen für fairen Handel und konfliktfreie Rohstoffe und zum anderen für die Reparaturfähigkeit: Wenn das Display kaputt geht, kaufen Sie ein neues für 90 Euro und installieren es selbst. Natürlich zahlen Sie mehr dafür als für modernere und besser ausgestattete Handys wie dieses Google Pixel 4a wo OnePlus Northoder 469 Euro.

Die Ergänzung unterstützt letztendlich die Bemühungen von Fairphone, die Rohstoffgewinnung sicherer und gerechter zu gestalten. Die Smartphone-Industrie ist in diesem Bereich Nur Apple ist ebenfalls aktiv – aber viel teurer.