Aktualisiert am 12. September 2020 um 9:58 Uhr

Der Winter rückt immer näher und Heizölkunden überprüfen den Füllstand ihrer Tanks. Sie sollten sich gerne die Preise ansehen: Ein Kraftstofftank kostet ein paar hundert Dollar weniger als vor einem Jahr.

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Der Heizölpreis in Deutschland ist in allen Bereichen unter 40 Euro gefallen und liegt damit auf einem ähnlichen Niveau wie vor mehr als 16 Jahren. Das Tecson-Nachrichtenportal meldete am Freitag einen nationalen Durchschnittspreis von 39,70 Euro pro 100 Liter (für Einkäufe von 3.000 Litern inkl. MwSt.).

Das sind gut 28 Euro oder rund 40% weniger als vor einem Jahr und zu Jahresbeginn. Besitzer, die ihren 3.000-Liter-Tank füllen können, müssen nicht einmal 1.200 Euro bezahlen. Das spart mehr als 800 Euro. Auf den Portalen Esyoil und Heizoel24 sind die Preise in vielen regionalen Märkten sogar noch niedriger, bis zu 36 Euro für 100 Liter.

Niedrigste Heizölpreise seit Juli 2004 – die Gründe

Abgesehen von einigen Tagen im Januar und Februar 2016 sind dies die niedrigsten Heizölpreise seit Juli 2004. Zwei Gründe spielen zusammen, die den kontinuierlichen Preisverfall seit Jahresbeginn verursacht haben. Einerseits ist der Rohölpreis seit Jahresbeginn von über 60 USD auf rund 40 USD pro Barrel (159 Liter) Nordsee-Brent gefallen. Der Rückgang ist mit dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise verbunden, aber auch mit der anhaltend hohen Finanzierung durch die Staaten der erweiterten OPEC und der Vereinigten Staaten.

Zweitens ist der Euro stark und der Dollar schwach. Seit Mai ist der Euro um fast zehn Prozent von 1,08 auf rund 1,18 Dollar gestiegen. Da Öl in Dollar bezahlt wird, können die Europäer mehr Öl für den gleichen Betrag in Euro kaufen. In Euro berechnet fiel der Preis für Brent-Rohöl von 60 auf weniger als 35 Euro pro Barrel. Das merken nicht nur Heizölkäufer, sondern auch Autofahrer. An einigen Tankstellen steht zu bestimmten Tageszeiten ein Liter Diesel für einen Euro zur Verfügung.

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Das Warten auf weitere Preissenkungen mag sich lohnen, ist aber riskant

Heizölhändler berichten zu Beginn der Heizperiode von einer starken Nachfrage, obwohl viele Heizölkunden ihre Tanks im Frühjahr nach dem ersten Preisverfall füllten. Es kann sich sogar lohnen zu spekulieren, dass die Preise weiter fallen werden. Aber es ist riskant. „Viele Heizölkunden nutzen jetzt die attraktive Preissituation“, sagt Tecson. (mgb / dpa)

Bilder von leeren Supermarktregalen deuten auf Versorgungsengpässe hin. Aber wie kann man sich am besten auf eine Quarantäne vorbereiten? Eines ist klar: Hamsterkäufe sind nicht notwendig. Das Bundesamt für Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, unabhängig von der aktuellen Situation zehn Tage lang Vorräte im Haus zu haben.