In der Leipziger Innenstadt versammelten sich am Samstag viele Menschen, um gegen die Koronapolitik der Bundesregierung zu protestieren. Gleichzeitig wurden mehrere Gegenproteste gebildet.

Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ forderte eine Demonstration und zeichnete Kundgebungen an drei zentralen Orten der Stadt auf. Auf dem Kurt-Masur-Platz hatten Gegner der Corona-Politik das Treffen “Leben nach Corona” mit 500 Teilnehmern aufgezeichnet. Zunächst teilte die Polizei mit, dass die genehmigte Anzahl gegen 15:00 Uhr erreicht wurde.

Kurz darauf wurde jeder, der an dem Treffen teilnehmen wollte, gebeten, das Gebiet friedlich zu verlassen. Denn: Die Aufzeichnung wurde vom Vorsitzenden der Sitzung zurückgezogen. Der Grund: Der Anmelder hatte auf der Sitzung eine unvollständige Bescheinigung über die Maskenbefreiung eingereicht, die von den Versammlungsbehörden nicht akzeptiert wurde.

Nach der Absage war die Situation in Leipzig verwirrt: In der Innenstadt stießen die gegnerischen Lager weiter zusammen, wie die Polizei am Nachmittag auf Twitter mitteilte. “Unsere Rettungsdienste trennen Gruppen von Menschen”, sagt er. Berichten zufolge gab es auch Angriffe auf die Polizei.