tl; DR: Mit Project Cars 3 möchten Entwickler ein größeres Publikum erreichen. Die Technologie ist in diesem Bestreben nur begrenzt hilfreich, da für Rennspiele eine schnelle Grafikkarte erforderlich ist, wie die Benchmarks Full HD, WQHD und Ultra HD zeigen. Darüber hinaus ist die Grafikqualität sehr instabil.

Nach Project Cars und Project Cars 2 ändert der Entwickler Slightly Mad Studios die Zielgruppen. Während die beiden Vorgänger das Rennspiel auf Simulation ausrichteten – ohne es in eine vollwertige Rennsimulation zu verwandeln – richtet sich Project Cars 3 mehr an den Arcade-Spieler. Nein, der letzte Teil wird nicht Need for Speed ​​sein, aber er kann mit Forza Horizon verglichen werden, wenn auch ohne Open World.

Die Grafikqualität ist variabel

Wie seine Vorgänger setzt Slightly Mad Studios auf eine interne Engine, die den DirectX 11-Renderer enthält, der Berichten zufolge einige Verbesserungen erfahren hat, beispielsweise in Bezug auf die Beleuchtung. Das erste, was Sie beim Spielen bemerken, ist die schwankende Grafikqualität, die einen Großteil des Spiels durchläuft.

Autos und Rennstrecken variieren von sehr schick bis ziemlich hässlich. Die Wüstenstraßen sind nicht nur optisch dunkel, die Umgebung wirkt manchmal völlig verschwommen. Die Städte hingegen sind viel detaillierter, aber es gibt auch keine Höhepunkte. Die Autos sind auch gemischt. Einige Fahrzeuge verfügen nur über eine optische Ebene, während andere viele Details aufweisen, einschließlich gestochen scharfer Texturen.

Das Wetter ändert sich auch im wahrsten Sinne des Wortes. Die Qualität ist bei Tageslicht gut, aber die Beleuchtung ist nicht besonders angenehm. Auf der anderen Seite macht das Spielen nachts viel mehr Spaß, und insbesondere die Reflexionen auf dem Bildschirm sehen beim Rennen gut aus. Die Grafik wirft dann eine weitere Schaufel in den Regen. Das herausgeworfene Wasser sieht manchmal ziemlich seltsam aus, aber ansonsten ist Project Cars 3 bei schlechtem Wetter ziemlich schick.

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Das grafische Menü von Project Cars 3 ist so einfach wie es nur geht. Es gibt nichts weiter als einzelne Optionen, die sicherlich in einer anständigen Anzahl verfügbar sind. Es ist keine Beschreibung oder ein Beispiel-Screenshot verfügbar. Es fehlen auch Komfortmerkmale aller Art – FPS-Begrenzer, Auf- und Ab-Probenahme usw. sind nicht verfügbar. Entwickler verzichten sogar auf grafische Voreinstellungen. Außerdem muss das Spiel nach Änderung der Auflösung neu gestartet werden. Es passt einfach nicht mehr zu einem Projekt dieses Kalibers im Jahr 2020. Zumindest die grafischen Details können ohne Neustart geändert werden, mit Ausnahme von Anti-Aliasing.

Es ist auch verwirrend, dass einige Optionen nur auf der Stufe „Ultra“ vollständig erweitert werden, während andere bereits auf der Stufe „Hoch“ oder sogar „Mittel“ sind. Es ist kein Problem, wenn es zumindest Voreinstellungen gibt – aber ohne sie ist es verwirrend. Umso ärgerlicher, als bestimmte Detailebenen maximal blockiert sind und die Details nicht weiter erhöht werden können. Für andere ist dies jedoch nicht der Fall und nach “hoch” wieder “niedrig”. Es gibt einfach keine konsistente, logische Struktur im Grafikmenü von Project Cars 3.

Grafikmenü von Project Cars 3

Grafikmenü von Project Cars 3

Grafikmenü von Project Cars 3

Grafikmenü von Project Cars 3

Presets fehlen, Optionen mit kleinen Schritten

Wie bereits erwähnt, gibt es in Project Cars 3 keine Grafikvoreinstellungen, aber sie werden wahrscheinlich auch nicht benötigt, da die einzelnen Optionen ohnehin nicht zu einem zu großen Leistungssprung führen. Wer zum Beispiel von “Ultra” nach “High” wechselt, erhält einen FPS von über 20%. Das Spiel sieht ein bisschen langweilig aus, besonders nachts, aber dies ist ein sehr nützlicher Kompromiss, wenn Sie eine höhere Leistung erzielen möchten.

Die Verschiebung aller Detailebenen auf “mittel” hat nur geringe Auswirkungen auf die Leistung, die Unterschiede sind kaum messbar. Ein größerer Sprung ist bei “Niedrig” zu sehen, aber das Erscheinungsbild des laufenden Spiels ist genau das. Wenn Sie nicht genug FPS auf “Hoch” haben, sollten Sie die Auflösung sofort aktivieren.

Es gibt nur SSAA für Anti-Aliasing

Project Cars 3 zeigt kein Nachbearbeitungs-Anti-Aliasing im Menü an, aber eines ist definitiv noch aktiv. Es funktioniert nicht besonders gut, besonders bei niedrigen Auflösungen wie Full HD, viele Objekte flackern nervig. Im Gegenzug gibt es kaum Unbestimmtheit. Die Bildglätte ist bei höheren Auflösungen besser, aber auch in Ultra HD noch nicht optimal.

Alternativ bietet Project Cars 3 Oversampling-Anti-Aliasing, kurz SSAA. Die Einstellungen sind “Niedrig” und “Mittel”. Welche Schritte dahinter verborgen sind, bleibt das Geheimnis der Entwickler. Aufgrund der relativ geringen Leistungskosten für SSAA sollten die Werte eher niedrig sein. SSAA kostet etwa 20 bis 30 Prozent der Bildrate auf “Mittel”.

SSAA ist kein Allheilmittel für Bildstabilität, aber es ist gut für Spiele, insbesondere in Full HD. Wenn die Grafikkarte schnell genug ist, lohnt sich ein 1920 × 1080 Super-Sample. Ab 2560 × 1440 sollten Sie die Option jedoch deaktiviert lassen, da die GPU bereits genug zum Pflügen hat. Auch Bildruhe ist von WQHD in Ordnung, obwohl es alles andere als perfekt ist.

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