Das Coronavirus wird immer noch in komplexen PCR-Tests nachgewiesen. Jetzt entwickeln die Forscher einen schnelleren und billigeren Test. Hier werden Crispr-Genscheren eingesetzt – auch der diesjährige Nobelpreisträger ist beteiligt.

Amerikanische Forscher haben einen Schnelltest zum Nachweis von Sars-CoV-2 entwickelt, der auf dem basiert Crispr-Genschere basiert. Noch nicht in einem Peer-Review-Studie Das Team um Daniel Fletcher von der UC Berkeley und Melanie Ott vom Gladstone Institute konnte innerhalb von Minuten ein Testergebnis erzielen. Mit nur fünf untersuchten Proben ist die Datensituation immer noch gering.

Das Verfahren verwendet ein kurzes RNA-Molekül, um ein für Sars-Cov-2 einzigartiges virales Gen zu finden. Diese Leit-RNA (rRNA) reichert sich dort an. Dann wird das Virusgen von der eigentlichen Genschere, dem Cas13-Enzym, geschnitten. Gleichzeitig wird eine Reporter-RNA freigesetzt, die eine fluoreszierende Markierung trägt. Dies wird durch einen Laser zum Leuchten gebracht. Die freigesetzten fluoreszierenden Partikel können dann mit einer Kamera erfasst werden. Je intensiver die Fluoreszenz ist, desto mehr Viren sind enthalten.

Die Forscher führten ihre Tests mit drei verschiedenen Arten von Leit-RNA durch. Das Virusgen wurde an mehreren Stellen mit dem Enzym Cas13 geschnitten. In einer längeren Reihe von Experimenten konnten sie endlich die am besten geeignete Kombination finden; Die Empfindlichkeit variierte insbesondere je nach rRNA. Wenn die Zahlen der Veröffentlichung bestätigt werden, könnte der Test selbst sehr kleine Mengen von 100 Viruskopien pro Mikroliter nachweisen.

Schnell und günstig

Dies ist weniger genau als bei aktuellen Standard-PCR-Tests. Sie sind jedoch sehr zeitaufwändig, erfordern spezielle Ausrüstung und halten mehrere Stunden. Sie können daher nur in Laboratorien durchgeführt werden.

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Laut den Forschern benötigt der neue Crispr-Test nur ein kleines Erkennungsgerät, das in Arztpraxen oder sogar in Privathäusern erhältlich sein könnte. Die Farbreaktion wurde mit einem Standard-Smartphone aufgezeichnet. Laut den Forschern erkennt ihr Test nicht nur, ob das Virus vorhanden ist, sondern misst auch die hohe Viruslast. Diese Informationen könnten Ärzten helfen, Behandlungsentscheidungen basierend auf dem Zustand jedes Patienten zu treffen, sagte der Molekularbiologe Max Wilson während einer ersten Beurteilung gegenüber dem “Science Magazine”.

Weitere Studien werden nun feststellen, ob der Test wirklich für die klinische Anwendung geeignet ist. Das Forschungsteam, das den Test entwickelt hat, umfasst auch Jennifer Doudnader zusammen mit Emmanuelle Charpentier in diesem Jahr den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung der Crispr-Methode erhielt.