Sparkassen haben vor fast 100 Jahren mit dem Weltspartag begonnen. In Zeiten von Nullzinsen sind traditionelle Ersparnisse im Jahr 2020 längst überholt. Inmitten der Koronapandemie haben die Deutschen Investitionen in Aktien, Fonds und ETFs entdeckt.

Von Andreas Braun, boerse.ARD.de

Im Jahr 2020 werden an den Sparkasse-Standorten keine Einsparungen im herkömmlichen Sinne mehr verwendet. Tragen Sie Monat für Monat einen festen Betrag in das „Sparbuch“ ein und verdienen Sie dann verschwenderische Sparzinsen, einschließlich eines Zinseszins-Effekts, der früher bestand. Anstelle eines Radiergummis und eines Dreiecks für junge Sparer werden „10 Tipps für Anfänger“ verteilt. Und der Hinweis: “Man muss das Sparen nur anders verstehen als vor 100 Jahren.”

Zwischen Strafinteressen und Ersparnissen

Im Jahr der Koronapandemie sind viele deutsche Staatsbürger auf einer anderen Ebene vom Weltspartag betroffen. Während des Corona-Jahres spielen mehrere Entwicklungen eine Rolle: Einerseits ist das Sparen auf Girokonten oder im Alltag zu einer vollständigen „Null“ -Aktivität geworden. Die Inflation berücksichtigt nicht nur Jahr für Jahr die Kontensalden. Viele Banken und Makler erheben sogar eine Zinsstrafe in bar. Sie geben die negativen Zinsen der EZB, die sie für Einlagen zahlen müssen, an den Endkunden weiter.

Während der Krise sammelten die deutschen Bürger nicht nur Mehl und Toilettenpapier, sondern auch Bargeld. Der Bundesverband Deutscher Banken und Raiffeisenbanken schätzt in einer aktuellen Studie, dass die Sparquote der Deutschen im Pandemiejahr von zehn auf elf Prozent auf einen neuen Höchststand von 15 Prozent steigen wird.

Aktionen? Warum nicht!

Schließlich gibt es einen Bereich, der für viele immer interessanter wird, insbesondere für junge Sparer, in dem in den letzten Monaten schnell unglaubliche Gewinne erzielt wurden: den Aktienmarkt. Im ersten Halbjahr haben deutsche Staatsbürger mehr Aktien gekauft als jemals zuvor, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Barkow zeigt: In diesem Zeitraum haben Anleger 23,9 Milliarden Euro mehr in Aktien investiert als im Vorjahr aus dem vorigen Rekordjahr 2007, als die Deutschen auch Aktien wiederentdeckten. hätten. Aber dann kam die Finanz- und Wirtschaftskrise.

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In der Pandemiekrise sehen die Anzeichen anders aus: Viele Anleger, insbesondere jüngere, haben Aktien entdeckt, aber auch Fonds und ETFs. Darüber hinaus bieten viele Broker äußerst günstige Bedingungen für den Aktienhandel. Discounter wie Justrade, Trade Republic oder Gratisbroker.de bieten Transaktionen einfach über eine App und in einigen Fällen ohne Transaktionsgebühren an.

Weit verbreitet …

Für „Sparer“ im Jahr 2020 bleiben bestimmte Spielregeln wichtig, die weiterhin gelten und zur Risikominimierung beitragen.

Dies beinhaltet zum Beispiel, niemals das gesamte oder sogar einen großen Teil des Wertpapierkontos auf “eine Karte”, dh eine Aktie, zu legen. Viele Neulinge an der Börse haben in den letzten Monaten mit „ihren“ Apple- oder Amazon-Aktien enorme Gewinne erzielt, aber ernsthafte Rückschläge im Technologiesektor sind noch zu erwarten.

Die Anlage in einzelne Aktien birgt ohnehin grundlegende Risiken. Wenn Sie dies reduzieren möchten, können Sie Aktienfonds verwenden, um auch über nationale und Branchengrenzen hinweg zu diversifizieren.

… und achten Sie auf die Kosten

Dies ist ein langer Weg und auch über Indexfonds, sogenannte ETFs, kostengünstig (Exchange Traded Funds). Börsenindizes werden präzise repliziert. Da ETFs den Index nur passiv abbilden, d. H. Ein aktives Management durchgeführt wird, sind die Kosten für Indexfonds um ein Vielfaches niedriger, häufig bei mindestens derselben Performance.

Kostenbewusstsein kann auch bei Gebühren für den Kauf von Aktien, Fonds oder ETFs von Interesse sein. Eine Reihe von Discount-Brokern machen dies für ein paar Dollar möglich, die sogenannten “Neo-Broker” verzichten sogar auf Transaktionsgebühren. Sie verdienen nur durch kleine “Lücken” zwischen Kauf- und Verkaufspreisen oder durch Rabatte von Fondsanbietern. Die neue Art des “Sparens” wurde im Jahr 2020, dem Jahr der Pandemie, viel billiger.

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Die: boerse.ard.de