Der Wind an der norwegischen Küste ist oft stark – ein großartiger Ort, um ihn zu ernten. Gleichzeitig wurde der Windpark auf der Insel Smøla – 68 Turbinen auf einer Fläche von 18 Quadratkilometern – diskutiert. Tatsächlich wurden schutzbedürftige Vögel wie Seeadler und Birkhuhn mehrfach bei Kollisionen getötet. Das Problem ist in vielen anderen Windkraftanlagen bekannt und löst auch in Deutschland massive Diskussionen über die Technologie aus. Verwenden Sie Windkraftgegner das Argument der toten Vögel oft gegen den Bau neuer Fabriken zu mobilisieren.

Es gibt verschiedene technische Ansätze, um das Problem zu lösen. Zum Beispiel sollen sich Kamerasysteme Vögeln nähern erkennbar am Flügelschlag und ggf. die Rotoren kurz anhalten. Ein neues Forschungsprojekt gibt nun einen Hinweis darauf, dass die Auslegung von Windkraftanlagen auch weniger Kollisionen beeinflussen könnte.

In der Fachzeitschrift “Ecology and Evolution” Ein Forscherteam unter der Leitung von Roel May vom norwegischen Institut für Naturforschung in Trondheim berichtete kürzlich über die Ergebnisse, die sie auf Smøla gesammelt hatten. Vor Jahren wurde eines der drei 40 Meter langen Blätter von vier Windkraftanlagen schwarz lackiert. Ansonsten sind die Systeme grau lackiert. Die Hypothese der Forscher: Das Malen eines Blattes nach dem anderen könnte den Vögeln schließlich helfen, die Flügelbewegung in der Luft besser zu erkennen und so tödliche Annäherungen zu vermeiden.

Und offensichtlich hat der Test bestanden. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von vier benachbarten Windkraftanlagen, bei denen der Lack nicht gewechselt worden war, gab es in Rotortürmen mit jeweils schwarzer Folie insgesamt 70% weniger Vogelsterben Mannschaft. An anderen Stellen sind jedoch weitere Tests erforderlich. “Während wir einen signifikanten Rückgang der Kollisionsraten von Vögeln festgestellt haben, kann die Wirksamkeit orts- und artenspezifisch sein”, sagte May in einem Interview. mit der BBC. Darüber hinaus ist die Zahl der getöteten Tiere trotz des langen Beobachtungszeitraums nur sehr gering.

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Was Vögel mögen, könnte die Anwohner ärgern

“Eine Verringerung der ansatzbedingten Vogelartensterblichkeit durch Erhöhung des Kontrasts und Verbesserung der Rotorsichtbarkeit ist grundsätzlich zu begrüßen”, kommentierte Reinhard Klenke, ehemaliger Associate Researcher am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig zu den Ergebnissen der Studie. Er war nicht an der Forschung beteiligt und schlug vor, dass der Ansatz nur einigen Arten überhaupt half. Das Birkhuhn erwartete einen offenen Raum in der Nähe des Landes. So können diese Tiere immer noch mit den Türmen kollidieren. In Deutschland besteht dieses Risiko laut Klenke unter anderem bei Rebhühnern, Großtrappen und Singvögeln.

Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind, dem Windenergieforschungszentrum in Bremen, Hannover und Oldenburg, war ebenfalls nicht an der Forschung der Gruppe in Norwegen beteiligt. Er sagte gegenüber dem Science Media Center Deutschland, die Untersuchung habe “ein glaubwürdiges Bild” ergeben. Der Experte hob jedoch auch mehrere Herausforderungen hervor. Es muss untersucht werden, ob die “erwartete starke Erwärmung” des schwarzen Rotorblatts in Regionen mit sehr starker Sonneneinstrahlung “die Verbundwerkstoffe der Konstruktion der Rotorblätter und ihre mechanischen Eigenschaften negativ beeinflusst”.

Und Barth machte noch einen weiteren Punkt zu beachten: Wenn es um Vögel geht, ist sicherlich ein stärkerer Kontrast in der Sichtbarkeit von Windkraftanlagen erwünscht, aber bei sozialer Akzeptanz der Technologie könnte dies zu Problemen führen. “In diesem Zusammenhang wäre eine breite Anwendung in dicht besiedelten Regionen und Ländern sicherlich eine zusätzliche Herausforderung.” Das heißt: Was Vögel mögen, kann die Anwohner ärgern.

Ikone: Der Spiegel